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Neues Angebot der evangelischen Kirchen als Trauerort im Netz

Ab dem Ewigkeitssonntag: Virtuelle Gedenkseiten erinnern an geliebte Menschen

Pressemitteilung Nr. 198/2015 

Düsseldorf. Menschen brauchen Orte, an denen sie um ihre Verstorbenen trauern und ihrer gedenken können. Das Grab ist ein solcher besonderer Ort – häufig verlagert sich die Trauer um einen geliebten Menschen aber auch ins Internet.

Vom Ewigkeitssonntag am 22. November an geben die evangelischen Kirchen den Hinterbliebenen einen virtuellen Raum für ihre Trauer. Auf www.gedenkseiten.trauernetz.de können Trauernde dann eine kostenlose Gedenkseite für Verstorbene anlegen oder ihr Beileid auf einer bereits bestehenden Gedenkseite ausdrücken. Jeder Eintrag lässt sich durch eines von sieben Symbolen ergänzen, zum Beispiel eine Kerze, ein Engel oder betende Hände. Sie helfen dabei, die Trauer auszudrücken.

In der evangelischen Kirche wird am Ewigkeitssonntag aller Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres namentlich gedacht. „Wir erleben es aber immer häufiger, dass Trauernde auch darüber hinaus ihrem Schmerz und ihrer Traurigkeit Ausdruck verleihen möchten“, sagt Pfarrerin Anne Lüters von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die an trauernetz.de beteiligt ist. Gerade für Menschen, deren Wohnort weiter entfernt liegt oder die nicht ausreichend mobil sind, um das Grab eines Verstorbenen aufzusuchen, bieten die virtuellen Gedenkseiten neue Möglichkeiten, mit dem Verlust umzugehen.

Anders als bei einer Traueranzeige in der Zeitung bleibt das Andenken im Internet präsent und kann dauerhaft ergänzt werden. „So versammelt eine Gedenkseite mit der Zeit nicht nur alle Trauer- und Beileidsbekundungen. Sie zeichnet aus den Erinnerungen der Hinterbliebenen auch ein vielschichtiges Bild des Verstorbenen“, sagt Simone Becker, Online-Redakteurin für Trauernetz.de.

Am Ewigkeitssonntag findet außerdem um 18 Uhr auf www.trauernetz.de eine Chatandacht statt. Um an Verstorbene namentlich zu erinnern, können deren Namen zuvor in ein Trauerbuch eingetragen werden. Trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 20.11.2015


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