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Mehr als 13.000 Besucher beim Ökumenischen Christusfest in Koblenz

Gemeinsam den Glauben an Jesus Christus bezeugen

Pressemitteilung Nr. 126/2017

Koblenz. Mit einem Sendungs- uns Segnungsgottesdienst im Festungspark geht zur Stunde das Ökumenische Christusfest in Koblenz zu Ende. Den Gottesdienst unter dem Leitwort „Jesus Christus geht uns voraus“ gestalten leitende Geistliche aus der evangelischen, der katholischen, der altkatholischen und  der orthodoxen Kirche sowie aus den Freikirchen gemeinsam.

„Ich bin überwältigt von der fröhlichen und herzlichen Atmosphäre und von dem großen Interesse an den christlichen Themen des Tages“, sagte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Wer heute hier war, merkte: Ökumene ist eine Selbstverständlichkeit.“ Mehr als 13.000 Besucherinnen und Besucher wurden am heutigen Pfingstmontag auf der Festung Ehrenbreitstein gezählt.

Der Präses der rheinischen Kirche, Manfred Rekowski, nannte den Gottesdienst ein Zeichen dafür, dass die christlichen Kirchen im Lauf der vergangenen Jahre ihre „konfessionellen Trutzburgen aufgegeben“ haben. „Wir stehen hier als Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Kirchen. Jede Kirche unter uns hat ihre besondere Geschichte und Bedeutung. Wir haben gelernt, uns gemeinsam auf den Weg zu machen und Steine aus dem Weg zu räumen, die uns gehindert haben, gemeinsam unseren Glauben an Christus zu bezeugen“, sagte Rekowski.

Bischof Ackermann: Beharrliche Suche nach der Einheit

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erinnerte an die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 in Trier, an der sich alle Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Region Südwest beteiligt hatten. Aus einem Gegenstand der ökumenischen Irritation, dem heiligen Rock, sei ein Symbol der beharrlichen Suche nach der Einheit geworden. Damals sei es gelungen, das Gemeinsame in den Blick zu nehmen und die Gaben, Frömmigkeitsformen und die Vielfalt der Lebensentwürfe der unterschiedlichen Konfessionen zu würdigen, sagte Ackermann.

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad und der Speyerer Weihbischof Otto Georgens erinnerten an eine weitere Station auf dem gemeinsamen Weg, den Ökumenischen Kirchentag an Pfingsten 2015 in Speyer. Man habe damit „ein kraftvolles Zeugnis unserer Hoffnung abgegeben und einen wirksamen Baustein für die volle Einheit aller Christinnen und Christen gelegt“, sagte Schad.

„Jesus, der Lebendige geht uns voraus. Wir sind aufgerufen, ihm zu folgen“, sagte Pastor Jochen Wagner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Region Südwest in seiner Predigt. So wie er den Frauen, die an seinem leeren Grab standen, vorausging nach Galiläa, so gehe Christus den Gläubigen voraus. Ihm nachzufolgen heiße Bewegung. „Denn dadurch werden auch wir herausgerufen. Herausgerufen aus unserer konfessionellen Verengung – so dass endlich zusammenwachsen kann, was zusammen gehört. Ein Herr, ein Glaube – und bei der Taufe sind wir auch auf einem guten Weg“, unterstrich der Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Kirchberg im Hunsrück.

Zu Beginn des Gottesdienstes waren 1000 Luftballons in den Himmel gestiegen, als Segensgruß vom Christusfest.

Den ganzen Tag über herrschte auf der Festung Ehrenbreitstein bunte Kirchentagsstimmung. Bläser des Evangelischen Gemeindeverbands Koblenz hatten die Besucherinnen und Besucher bereits am Morgen mit festlichen Klängen am Eingang zum Festgelände begrüßt. Mehr als 1500 Menschen feierten den ökumenischen Eröffnungsgottesdienst unter dem Leitwort „vergnügt, erlöst, befreit“ mit. Dieser wurde auch live im Deutschlandfunk übertragen.

Auf vier Bühnen gab es Musik von Bands und Chören aus der Region sowie Theater und Kabarett rund um den Reformator Martin Luther. Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierten sich 23 Gruppen und Initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz – von der Polizeiseelsorge bis zum Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten auch die Möglichkeit, an der Thesen-Tür des Ökumenischen Arbeitskreises Linz und Bad Hönningen/Rheinbrol/Hammerstein ihre Thesen zur Ökumene anzuschlagen. Mitmach- und Kreativangebote rund um die Themen Reformation und Glauben gab es auch für Kinder- und Jugendliche.

 

Eindrücke und Bilder vom Ökumenischen Christusfest in Koblenz unter www.christusfest-koblenz.de

Koblenz / EKiR-Pressestelle / 05.06.2017


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