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Blogbeitrag anlässlich eines Streitgesprächs mit der AfD-Sprecherin

Präses Rekowski zu Pluralität und „roten Linien“

Pressemitteilung Nr. 3/2017

Düsseldorf. Über Pluralität und rote Linien macht sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, Gedanken. „Es geht nicht darum, dass Christinnen und Christen, die sich auf das Evangelium des menschgewordenen Gottes beziehen, nicht über die jeweiligen politischen Konsequenzen streiten könnten. Als reformatorische Kirche, die kein Lehramt kennt, setzen wir auf das vom Evangelium geschärfte Gewissen der Menschen. Deshalb gibt es bei uns in ethischen Fragen Pluralität. Doch es gibt auch ,rote Linien‘“, schreibt er in seinem Präsesblog (praesesblog.ekir.de). Dabei bezieht sich Rekowski auf ein Streitgespräch, das er mit der Bundessprecherin der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Frauke Petry, über Flüchtlinge, Nächstenliebe, Glaube, Politik und das Abendmahl geführt hat.

Aus dem universalen Evangelium dürfe keine national begrenzte Religion werden, so der rheinische Präses: „Das ist die Erkenntnis aus unserer eigenen oft bitteren Geschichte. Die Botschaft Jesu Christi gilt allen Menschen in gleicher Weise. Christus taugt nicht ansatzweise als Kronzeuge nationaler Identität.“ Eine Infragestellung oder Relativierung der Gleichwertigkeit aller zum Ebenbild Gottes geschaffenen Menschen widerspricht christlicher Grundüberzeugung, stellt er fest. 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 06.01.2017


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