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Oberkirchenrat Eberl predigte in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg

Viele Bilder von Karfreitag: Neuer Anfang unter dem Kreuz

Pressemitteilung Nr. 73/2015

Als eine Folge von Bildern beschrieb Oberkirchenrat Klaus Eberl in seiner heutigen Predigt den Bericht vom Sterben Jesu am Kreuz, wie ihn der Evangelist Johannes gibt (Joh 19, 16-30). In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heinsberg gestaltete er heute gemeinsam mit den evangelischen und katholischen JVA-Seelsorgern Günter Pilger und Rüdiger Hagens und mit den jungen Gefangenen einen besonderen Gottesdienst zum Karfreitag.

Klaus Eberl, hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und Leiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt, beschrieb die felsige Hinrichtungsstätte Golgatha, den römischen Oberbefehlshaber Pilatus, die Gruppe der Soldaten, die trauernden Frauen und Jünger unter dem Kreuz und schließlich Jesus selbst, der nur ruhig sagt, dass sein Leben vollbracht ist, dass er am Ziel ist. Auch das Kreuz, sagte Eberl, sei ein Bild: „Der senkrechte Balken sagt: Im Kreuz Jesu sind Gott und Mensch ganz nah beieinander. Oben und Unten, Himmel und Erde.“ Der waagerechte Balken sage: Die Menschen gehören zusammen.

Am Karfreitag, sagte Eberl, schauen wir auf das Kreuz von Golgatha und zugleich auf viele andere Kreuze derer, die gestorben sind oder derer, die im Leben ein Kreuz zu tragen haben. Aber das Kreuz sei nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang. „Das ist die hoffnungsvolle Botschaft des Karfreitag: Jeder darf neu anfangen. Wir sind nicht festgelegt auf unsere traurigen, bedrückenden, quälenden Erfahrungen“, sagte Eberl. Für den Neubeginn brauchen wir andere Menschen, Freunde, Ratgeber. Da Jesus uns zutraue, selbst gute Ratgeber für andere zu sein, gehörten auch wir in das Bild von Karfreitag hinein.

Der Gottesdienst war Teil des Projektes „Macht euch ein Bild“ der rheinischen Kirche: www.ekir.de/url/NBy

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 03.04.2015


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