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Kirche stellt Häuser in Hilden zur Verfügung / Ankunft vermutlich Dienstag

Neues Quartier für Flüchtlinge im ehemaligen Internat

Pressemitteilung Nr. 151/2015 

In zwei ehemaligen Internatsgebäuden des Evangelischen Schulzentrums Hilden werden Flüchtlinge ein Quartier finden. Angesichts der dramatischen Lage bei der Flüchtlingsunterbringung hat die Evangelische Kirche im Rheinland, die Trägerin des Schulzentrums ist, dem Land Nordrhein-Westfalen die Häuser zur Verfügung gestellt. Voraussichtlich am Dienstag werden dort 72 Flüchtlinge einziehen. Betreut werden die Menschen von Mitarbeitenden der NeanderDiakonie, der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.


„Unser Anliegen ist es, den Menschen, von denen viele ihre Heimat aufgrund von Krieg und Terror verlassen mussten, eine sichere Unterkunft zu bieten. Das gebietet nicht nur die Menschlichkeit. Die Hilfe für Menschen in Not entspricht auch der biblischen Weisung Gottes, die für uns als Christinnen und Christen maßgeblich ist“, schreibt Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Bildung im Düsseldorfer Landeskirchenamt, in einem Informationsbrief an die Schulgemeinde und Nachbarschaft des Hildener Schulzentrums, der seit dem Vormittag verteilt wird.


Dass die beiden Häuser so schnell belegt werden, bedeute für alle Beteiligten eine große Aufgabe, so Oberkirchenrat Eberl. Es solle ein Zaun aufgestellt werden, um die Unterkunft und das Schulgelände voneinander zu trennen. Damit sollen mögliche wechselseitige Störungen verringert werden. „Vermutlich wird nicht alles auf Anhieb klappen und sofort völlig reibungslos laufen. Das ist uns klar, und dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Wir wollen dennoch den Ankömmlingen freundlich und tolerant die Aufnahme erleichtern und ihnen helfen“, schreibt Klaus Eberl in seinem Brief. Sobald die Helferinnen und Helfer einen Überblick hätten, was gegebenenfalls an Sachspenden o. ä. nötig ist, werde man auch darüber informieren. Erst einmal müsse aber klar sein, was die Menschen, die in den Gebäuden untergebracht werden, tatsächlich brauchen.


Abgesehen von diesen landeskirchlichen Internatsgebäuden haben an vielen Orten in der rheinischen Kirche Flüchtlinge Aufnahme in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gebäuden gefunden.

Hilden / EKiR-Pressestelle / 14.09.2015


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