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Präses verleiht Ehrenamtspreis der rheinischen Kirche

Ehrenamtliche ausgezeichnet: „Diese Kirche darf sich geehrt fühlen“

Pressemitteilung Nr. 114/2014

Drei Projekte sind heute mit dem Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet worden. In einer Feierstunde im Landeskirchenamt in Düsseldorf überreichte Präses Manfred Rekowski den Gewinnern des mit je 1000 Euro dotierten Preises die entsprechenden Urkunden. Ausgezeichnet wurden das Theaterprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg, die Kirchenscheune in Kempenich und die Feierabendkirche in Wupperfeld. Der Preis, der unter dem biblischen Leitwort „Ihr seid das Salz der Erde“ steht, wurde bereits zum vierten Mal vergeben. Mit ihm würdigt die Kirchenleitung Projekte, die innovativ, kreativ sowie integrativ sind und die die Selbstbestimmung fördern. „Die drei Projekte haben uns in besonderer Weise überzeugt“, so Pfarrerin Dr. Sabine Zoske, Vorsitzende der Jury des Ehrenamtspreises, „weil sie diese Kriterien mit so viel Leben füllen und erfüllen. Sie zeigen das große Potenzial, das in den rund 113.000 Menschen steckt, die sich ehrenamtlich in der rheinischen Kirche engagieren“.

Freude, Begabung, Selbstbewusstsein

Mit diesem freiwilligen Engagement in den Gemeinden geben sie Gott die Ehre, verdeutlichte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seiner Ansprache vor den Vertreterinnen und Vertretern der ausgezeichneten Projekte. „Natürlich bekommen die Ehrenamtlichen von dieser Ehre auch selber etwas ab, in Form von Freude, von Gemeinschaft oder dadurch, dass sie bei sich selber Begabungen entdecken, von denen sie vorher gar nichts wussten. Vor allem aber auch in Form von Selbstbewusstsein: als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weinberg Gottes. Ich denke, das geht auch Ihnen so. Alles, was Sie tun, das ist gut für andere, aber es ist auch gut für Sie selbst. Denn es macht stark und verbindet mit anderen“, sagte Manfred Rekowski: „Eine Kirche, in der es Menschen gibt, die sich engagieren, um Gott die Ehre zu geben, und die dadurch selber stark und selbstbewusst werden – diese Kirche darf sich gerne geehrt fühlen dadurch, dass solche Menschen gerade sie für ihre Betätigung ausgeguckt haben. Die Evangelische Kirche im Rheinland tut das. Ihr Engagement ehrt auch uns. Danke dafür!“

 

Die diesjährigen Preisträger im Überblick:

Theaterprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg (Erkelenz)

Ein fester Posten im Leben der Gemeinde Schwanenberg: Der aktuelle Jahrgang der Konfirmandinnen und Konfirmanden spielt Theater – und alle machen mit. Die „Ehemaligen“ des vorigen Jahrgangs kümmern sich mit Begeisterung und Selbstständigkeit um die Organisation bis hin zum Regieteam. Darüber hinaus sind Helfer aus dem Ort beteiligt, zum Beispiel Handwerksbetriebe für das Bühnenbild. „Es handelt sich hier um ein sehr innovatives Jugendprojekt mit großer, durchaus auch missionarischer Wirkung“, heißt es in der Begründung der Jury.

Kirchenscheune in Kempenich (Evangelische Kirchengemeinde Adenau)

Eine frühere Kornscheune haben Ehrenamtliche in Eigenregie umgebaut, dort finden Gemeinde- und Kulturveranstaltungen und in regelmäßigen Abständen auch Gottesdienste statt. Ein großer Teil der Gemeinde hatte zuvor durch Aufhebung einer Pfarrstelle kaum kirchliche Infrastruktur. Angesichts der vermuteten Pfarrstellenentwicklung in der rheinischen Kirche sei die Kirchenscheune ein beispielgebendes und damit zukunftsträchtiges Projekt, befand die Jury.

Feierabendkirche in Wupperfeld (Evangelische Kirchengemeinde Gemarke-Wupperfeld, Wuppertal)

Sieben ehrenamtlich Mitarbeitende verantworten wöchentlich donnerstags um 18 Uhr zwei Stunden offene Kirche. Einladend wird die Kirche dazu hergerichtet. Sie ist zugleich für die Erfordernisse eines geistlichen Impulses geeignet. Die Besucherinnen und Besucher können zur Ruhe kommen und danach den Abend im Kirchbistro ausklingen lassen. Bisher fand die Feierabendkirche in der Alten Kirche Wupperfeld statt, die im April geschlossen wurde. Über einen möglichen neuen Ort wird derzeit beraten. Das Projekt, heißt es in der Begründung, sei anregend für andere Gemeinden und gut übertragbar.

Mehr Informationen und Berichte über die Projekte gibt es auf der Homepage der Evangelischen Kirche im Rheinland: http://www.ekir.de/url/m2c

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 04.07.2014


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