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Vizepräses unterstreicht kirchliche Solidarität mit jüdischen Gemeinden

Terror in Kopenhagen: „Auch weiterhin gegen jede Form des Antisemitismus einstehen“

Pressemitteilung Nr. 51/2015

Angesichts der Terroranschläge in Kopenhagen hat sich Vizepräses Christoph Pistorius in einem Solidaritätsschreiben an den Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein gewandt. „Mit Entsetzen haben wir die Anschläge wahrgenommen, mit denen in Kopenhagen neben der Freiheit der Presse wieder gezielt jüdisches Leben angegriffen wurde. Auch die Schändungen der jüdischen Gräber in Frankreich haben uns schockiert. Wir sind bestürzt über die neue Gefährdungslage, die sich für jüdisches Leben in Europa mittlerweile wieder ergeben hat. Mit großer Sorge nehmen wir die Verunsicherung wahr, mit denen auch Jüdinnen und Juden im Rheinland konfrontiert sind. Nicht zuletzt der Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge im vergangenen Sommer hat diese Bedrohung auch in unserer Nähe sichtbar werden lassen“, so der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seinem Brief, den er in Vertretung von Präses Manfred Rekowski, der auf dem Rückweg einer Reise zu den Partnerkirchen in Indonesien ist, an den Verbandsvorsitzenden Dr. Oded Horowitz geschrieben hat.

Die rheinische Kirche werde auch „weiterhin gegen jede Form des Antisemitismus mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln einstehen“, schreibt der Vizepräses: „Wie wir bereits bei unserer Initiative ,Gerade jetzt gemeinsam’ Anfang Januar zum Ausdruck gebracht haben, ist uns hier insbesondere an einer engen Kooperation mit Ihnen gelegen.“ Gerne wolle man entsprechende gemeinsame Projekte betreiben.

Jüdisches Leben in Europa und in der Nachbarschaft im Rheinland sei ein Segen, macht Christoph Pistorius deutlich: „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Heimat, die Jüdinnen und Juden auch bei uns im Rheinland nach den Schrecken der Shoa wieder gefunden haben, zu verteidigen und zu bewahren. Der Terror gefährdet unsere gemeinsame Heimat, in der wir gute Nachbarschaft, Religionsfreiheit und Sicherheit von Leib und Leben für alle bewahren müssen. Jeder Angriff auf Jüdinnen und Juden ist auch ein Angriff auf die Grundlage der Gesellschaft, in der wir alle leben.“ Die jüdischen Kulturtage, die in der kommenden Woche in der Region eröffnet werden, seien ein lebendiger Ausdruck der tiefen Verwurzelung jüdischen Lebens auch im Rheinland. „Wir freuen uns mit Ihnen auf dieses Ereignis und wünschen Ihnen und Ihren Gemeinden schon heute eine gelungene Veranstaltungsreihe“, schreibt der Repräsentant der mit rund 2,66 Millionen Mitgliedern zweitgrößten EKD-Gliedkirche.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 17.02.2015


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