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Förderung über Darlehen ist keine realistische Option für Gemeinden

Kirchliche Denkmaleigentümer fühlen sich vom Land allein gelassen

Pressemitteilung Nr. 137/2014

Darlehensprogramme zum Erhalt denkmalgeschützter Bauwerke seien ein „Volltreffer“ - dieser Einschätzung des NRW-Bauministers Michael Groschek zum Tag des Offenen Denkmals am 14. September kann sich die Evangelische Kirche im Rheinland als Eigentümerin von etwa 800 Baudenkmälern in NRW nicht anschließen.

Für Kirchengemeinden stelle eine Förderung über Darlehen in der Regel keine realistische Option dar, da die Tilgung nicht erbracht werden könne, sagt Gudrun Gotthardt, Baudezernentin der Evangelischen Kirche im Rheinland. Es sei daher umso schmerzhafter, dass die bisher durch das Land bewilligten Förderzuschüsse gestrichen wurden. „Kirchengemeinden sind mit der Erhaltung ihrer Denkmäler zunehmend überfordert, was leider oft die Konsequenz hat, dass diese Denkmäler aufgegeben werden müssen“, sagt Gotthardt.

Obwohl die Denkmalförderung des Landes in den letzten Jahren bereits stark abgeschmolzen wurde, sei sie doch ein wichtiges Zeichen für die Eigentümer gewesen, dass Denkmalschutz im gemeinsamen öffentlichen Interesse liegt und eine gesellschaftliche Aufgabe darstellt. Hier fühlten sich die kirchlichen Denkmaleigentümer nun alleine gelassen. Gudrun Gotthardt: „Denkmalschutz wird so zur finanziellen Belastung für Gemeinden, deren Aufgabe nicht in erster Linie der Erhalt von Gebäuden ist, sondern ihren Auftrag in Verkündigung, Seelsorge und Diakonie zu gewährleisten.“

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 12.09.2014


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