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60 Prozent der eine Million Euro an zusätzlicher Förderung sind vergeben

Flüchtlingsarbeit: Hilfe für ehrenamtliches Engagement und professionelle Koordination

Pressemitteilung Nr. 116/2015 

Rund 590.000 Euro hat die Evangelische Kirche im Rheinland im Juni an insgesamt 59 Projekte der Flüchtlingsarbeit in ihren Gemeinden und Kirchenkreisen vergeben. Davon berichtete Präses Manfred Rekowski am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten in Düsseldorf. Das Geld ist Teil jener einen Million Euro, die die Landessynode als Leitungsgremium der rheinischen Kirche im Januar zusätzlich bereitgestellt hatte.


Nach den Vergabekriterien der Landessynode konnten die Mittel beantragt werden zum einen für ehrenamtliche, oft niedrigschwellige Aktivitäten mit bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten, zum anderen professionelle Flüchtlingsberatung bis etwa 25 Prozent der Gesamtkosten.


Zur ersten Kategorie gehören die 3375 Euro, die die Landeskirche an das Netzwerk „Willkommenskultur Rechte Rheinseite“ (WiRR) in Verantwortung der Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf gibt. Begonnen hat das Projekt, als Koblenzer Bürgerinnen und Bürger auf die schlimmen Zustände in einem Übergangswohnheim aufmerksam wurden. Sie halfen zunächst mit Begleitung bei Amts- oder Arztbesuchen, inzwischen gibt es Sprachkurse, Spielenachmittage, einen Waschsalon und vieles mehr in Zusammenarbeit mit den Pfadfindern und der Kolpingsfamilie. Veranschlagt für das gesamte Projekt sind mindestens 4500 Euro für drei Jahre. „Für uns ist ,WiRR‘ ein gutes Beispiel dafür, wie Gemeinden sich in ein zivilgesellschaftliches Netzwerk einbinden, schon vorhandene Einrichtungen und Kompetenzen nutzen und mit geringem finanziellen Aufwand Tolles leisten“, sagte Präses Rekowski.


Zur zweiten Kategorie gehört die „Informationsstelle Ehrenamt für Flüchtlinge“ im Kirchenkreis An Nahe und Glan im Süden der Landeskirche, bis 2017 veranschlagt mit gut 200.000 Euro. Das Projekt bekommt aus den Mitteln der Landeskirche 58.401 Euro. Die Stelle wird gebraucht, um die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit zwischen den weit auseinander liegenden Gemeinden zu koordinieren, den vielen Helferinnen und Helfern mit Fortbildungen und Tagungen zur Seite zu stehen und Beispiele für gelungene Arbeit zu dokumentieren.


Inzwischen sind neue Anträge eingegangen, über die im Herbst beraten wird. Weitere Mittel kommen übrigens von den 38 Kirchenkreisen der rheinischen Kirche, die gleichzeitig noch einmal insgesamt 621.000 Euro für die 59 geförderten Projekte der Flüchtlingshilfe aufbringen.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 17.06.2015


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