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Zukunftsängsten die kirchliche Hoffnungsbotschaft entgegensetzen

Präses Annette Kurschus: „Wir rennen keinem Rattenfänger hinterher“

Pressemitteilung Nr. 6/2017

Bad Neuenahr. Die Kirche hat nach Ansicht der westfälischen Präses Annette Kurschus die Aufgabe, Zukunftsängsten in der Gesellschaft mit ihrer hoffnungsvollen Botschaft entgegenzutreten. Sie beobachte aktuell in der Gesellschaft eine Wahrnehmung, dass es nicht gut ausgehe mit der Welt und unserem Land, mit Europa und den geflüchteten Menschen, auch mit unserer Kirche sagte die leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen am Sonntagabend in ihrem Grußwort vor der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Wir haben die lebensnotwendige Botschaft in die Welt zu tragen, dass es sehr wohl trotz allem ganz anders werden kann, weil Gott will, dass es gut ausgeht mit der Welt.“

Kurschus erinnerte an das Märchen vom Rattenfänger von Hameln, der als Strafe für nicht gezahlten Lohn die Kinder von Hameln entführte. Der Begriff des Rattenfängers rufe zu Beginn des Jahres 2017 „erschreckend aktuelle Geschichten in uns wach“, sagte die Theologin. Christinnen und Christen setzten dagegen die Hoffnung, dass es auch anders werden könne. „In der Nachfolge Jesu Christi rennen wir keinem Rattenfänger hinterher. Und wir wollen keine Meute, die kopflos und gedankenlos hinter uns oder anderen herläuft“, unterstrich sie. Im Jubiläumsjahr der Reformation werde die evangelische Stimme besonders gehört. Dies gelte es gemeinsam auch mit den katholischen Geschwistern zu nutzen, um unbeirrt alles für das Leben zu tun. Kurschus wörtlich: „Ich freue mich, dass wir evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen mit vereinten Kräften und in gemeinsamer Hoffnung zusammenstehen. Für das Leben.“ 

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Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 08.01.2017


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