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Barbara Rudolph: Auch Zugehen auf muslimische Nachbarn ist notwendig

Nach dem Mord an 21 koptischen Christen: Oberkirchenrätin ruft zu Fürbittgebeten auf

Pressemitteilung Nr. 53/2015

Angesichts der Ermordung von 21 ägyptischen koptischen Christen in Libyen durch die „IS-Terrormiliz“ hat Oberkirchenrätin Barbara Rudolph die Gemeinden in der Evangelischen Kirche im Rheinland zu Fürbittgebeten aufgerufen: „Wo immer es in den Gottesdiensten möglich ist, die Sie am Sonntag halten, bitte ich Sie, ein Fürbittgebet anlässlich des Todes der koptischen Geschwister zu sprechen“, schreibt die Leiterin der Ökumeneabteilung im Landeskirchenamt heute an die Pfarrerinnen und Pfarrer der rheinischen Kirche. Die Kirche in Ägypten erlebe schon seit langem die Bedrohung durch muslimische Extremisten, aber sie erlebe auch große Solidarität von liberalen Muslimen, die ihre Kirchen schützten. Die Gewalttat in Libyen mache ein neues Ausmaß der Bedrohung deutlich, schreibt Oberkirchenrätin Rudolph: „Sie richtet sich gegen das Christentum allgemein, wie die von den Tätern versandte Videobotschaft deutlich macht.“

Auch jetzt gelte, was die Landessynode im Januar in ihrem Wort beschlossen hat: „Gerade jetzt gemeinsam“. Darum sei neben dem Fürbittengebet auch das Zugehen auf die muslimischen Nachbarn im gemeinsamen Eintreten für das Miteinander der Religionen notwendig, unterstreicht Barbara Rudolph, die gerade mit Präses Manfred Rekowski von einer Reise zu den indonesischen Partnerkirchen zurückgekehrt ist. Während der Reise in das muslimische Land, in dem das Christentum eine kleine Minderheit ist, trafen die beiden auch Vertreter muslimischer Gruppen und Verbände.

Auf Einladung von Erzpriester Boulos Shehata nimmt Oberkirchenrätin Rudolph als Vertreterin der Evangelischen Kirche im Rheinland am Sonntag an einem Trauergebet um 16 Uhr in der Koptisch-orthodoxe Kirche in Düsseldorf teil.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 20.02.2015


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