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Präses Manfred Rekowski predigt an Neujahr in Aßlar

Mut für eine Kirche in schwierigen Zeiten: „Auch heute ist eine Zeit voller Chancen“

Pressemitteilung Nr. 193/2016

Aßlar. Auch wenn die Rahmenbedingungen für Kirche und ihren Dienst schlechter seien als zu vielen anderen Zeiten, sieht der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, keinen Grund zur Resignation: „Als ich Mitte der 1980-er Jahre als Gemeindepfarrer in Wuppertal begann, erzählte man mir von den guten Zeiten, damals nach dem Krieg: Frauenhilfsausflüge mit zwölf Bussen, überfüllte Gemeinderäume bei der wöchentlichen Bibelstunde und regelmäßig gut besuchte Gottesdienste. Unsere Zeit ist anders“, sagte er am Sonntag (vgl. Sperrfrist!) in seiner Neujahrspredigt im hessischen Aßlar: „Sind es deshalb zurzeit schlechte Zeiten? Oder gar Gott-verlassene, Gott-lose Zeiten? Nein, unsere Zeit ist genauso Gottes Zeit wie es die Zeit des Auszugs aus Ägypten in der Geschichte Israels war, oder wie es die Zeit der Massenbewegung zu Pfingsten in Jerusalem war, oder wie es die Zeit der Barmer Theologischen Erklärung war, oder wie in den Zeiten nach dem Krieg - geprägt von einem Boom ohne gleichen - war.“

„Auch heute“, so Rekowski, „ist Gottes Zeit und damit eine Zeit voller Chancen. Heute ist die willkommene Zeit! Nicht erst, wenn eine große Erweckung ausbricht, wenn der Finanzkirchmeister sorgenfrei ist oder wenn irgendwann einmal wieder eine ,kirchliche Hochkonjunktur‘ zu vermelden wäre. Nein, heute! Als Kirchen haben wir eine lange Tradition. Und wir glauben an Gottes Zukunft. Und deshalb stellen wir uns getrost und zuversichtlich den Herausforderungen der Gegenwart.“

Aßlar / EKiR-Pressestelle / 30.12.2016


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