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Präses Rekowski macht Gemeinden Mut gegen Resignation und Erschöpfung

Die Kirche Jesu Christi als Friedensstifter – herausfordernde Aussichten seit Pfingsten

Pressemitteilung Nr. 103/2015

Zu einem zuversichtlichen und unverzagten Engagement für Kirche und Welt hat Präses Manfred Rekowski an Pfingsten aufgerufen. „Wir bestellen nicht das Abbruchunternehmen für die Kirche“, sagte der Leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland in einem Gottesdienst zum 100-jährigen Bestehen der Dankeskirche in Düsseldorf-Benrath am Pfingstsonntag, 24. Mai 2015: „Wir warten auf den Fortschritt der Renovierungsarbeiten des Heiligen Geistes.“ Christus gehe es nicht um eine perfekte Wohnung, er verändere seine Kirche vielmehr so, dass sie in die Gegenwart hinein wirken könne, sagte Rekowski gegen einen falsch verstandenen Perfektionsdrang. Die Verheißung des Heiligen Geistes zu Pfingsten stelle Christinnen und Christen vor die Frage, wer oder was sie bestimme: „Der Geist der Resignation? Der Geist der Erschöpfung? Die Kraft der Selbsterhaltung? Die Idee der Gemeindeerneuerung durch neue Konzeption? Der Glaube an die Machbarkeit?“ Christus verheiße, dass er kommen und seine Kirche bewohnen will in all ihrer Beschränktheit, ihrer Fehlerquote und ihrer Kurzatmigkeit.

Präses Rekowski beschrieb das Geschenk, das Gott seiner Kirche an Pfingsten mache, als Gründung einer Wohngemeinschaft. Die sei allerdings nicht mit einem „trauten Heim“ oder einem gemütlichen Beisammensein zu verwechseln. „Die Wohngemeinschaft, die der Heilige Geist aus unseren Gemeinden machen will, ist eine Wohngemeinschaft der Tat und der Nachfolge Jesu“, sagte der Präses und verwies auf das Liebesgebot Jesu: „,Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt’, sagte Jesus und da wird die Wohnung, die er mit uns teilt, weit und offen nach außen hin, eine Wohngemeinschaft, von der andere etwas haben, eine Wohngemeinschaft, die nach außen wirkt.“

Die Kirche werde als Gemeinde des gekreuzigten und auferstandenen Christus so beispielsweise zu einem Raum des Friedens, eines Frieden, der nicht aus der Welt komme, aber ein Frieden für die Welt sei, „und das geht ohne Brot für die Welt – ohne Gerechtigkeit – nicht“, so der Präses weiter. Gemeinde als „Initiator von Friedensprozessen“ und „Impulsgeber für friedliches Miteinander“ – das seien „herausfordernde Aussichten für die Kirche Jesu Christi seit Pfingsten“, sagte Präses Rekowski.

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 24.05.2015


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