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Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung in Wittenberg steht

NRW-Kirchen machen ab morgen Reformationsgeschichte greifbar

Pressemitteilung Nr. 111/2017

Wittenberg. Er steht, der Beitrag der evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen auf der „Weltausstellung Reformation“. Ein Pagodenzelt, das rund 100 Quadratmeter Schau-Fläche zur Barmer Theologischen Erklärung umschließt, ist aufgebaut – in Sichtweite zur markanten Schlosskirche von Wittenberg. (siehe auch Pressemitteilung Nr. 106/2017 vom 17. Mai)

In einer gemeinsamen Ausstellung der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche wird ab Samstag, 20. Mai, Reformationsgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Zeitgemäße Museumstechnik von Touchscreens, Klappen und Walzen über Schubfächer bis hin zu einer Hör-Bar weckt die Neugier. Anfassen ausdrücklich erlaubt. Geschichte und Geschichten für alle Sinne.

Im Mittelpunkt: ein Faksimile der Barmer Theologischen Erklärung, des im Widerstand zur nationalsozialistischen Kirchenpolitik 1934 in Wuppertal-Barmen geschriebenen Glaubenszeugnisses. „Wir zeigen, dass Reformation nicht nur ein ferner Punkt in der Historie ist, sondern eine Bewegung, die unsere Kirchen bis in die Gegenwart prägt“, sagt Pfarrer Martin Engels, Projektleiter für das Reformationsjubiläum in der rheinischen Kirche.

„Die Ausstellung regt zur eigenen Meinungsbildung an“, sagt Engels. „Wer glaubt, übernimmt Verantwortung – bis heute“: Unter diesem Leitspruch sind Besucherinnen und Besucher im Pagodenzelt der NRW-Kirchen aufgefordert, selbst Thesen für eine lebendige Kirche zu formulieren.

Am kommenden Mittwoch, 24. Mai, um 13 Uhr treffen sich die leitenden Geistlichen der evangelischen NRW-Kirchen – die westfälische Präses Annette Kurschus, der rheinische Präses Manfred Rekowski und der lippische Landessuperintendent Dietmar Arends – in Wittenberg zu einem gemeinsamen Besuch in der Ausstellung „Gelebte Reformation – Die Barmer Theologische Erklärung“. Die Weltausstellung Reformation ist vom 20. Mai bis 10. September täglich (außer dienstags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Hinweis an die Redaktionen: Zwei Fotos aus der Ausstellung in Wittenberg sind hier abrufbar und können mit dem Copyright-Vermerk „Foto: EKiR“ kostenfrei verwendet werden.

Wittenberg / EKiR-Pressestelle / 19.05.2017


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