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Langjähriger Blindenseelsorger starb im Alter von 57 Jahren

Evangelische Kirche im Rheinland trauert um Holger Johansen

Pressemitteilung Nr. 103/2017

Düsseldorf. Die Evangelische Kirche im Rheinland trauert um Pastor Holger Johansen, den langjährigen Leiter des Landespfarramts für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge. Johansen ist nach langer Krankheit im Alter von 57 Jahren verstorben. „Die Seelsorge war seine Berufung“, würdigt Kirchenrat Pfarrer Jürgen Sohn, Leitender Dezernent für den Bereich Seelsorge, den Theologen, der selbst seit seinem 14. Lebensjahr erblindet war: „Mit seinen täglichen Andachten per Telefonkonferenz und monatlich auf CD erscheinenden, gesprochenen Newslettern, Andachten, Veranstaltungstipps und Lebenshilfen, durch Begegnungstreffen, viele bewegte und bewegende Gottesdienste und unzählige persönliche Seelsorgegespräche, war Holger Johansen für viele blinde und sehbehinderte Menschen unserer Landeskirche und weit darüber hinaus ein wichtiger Begleiter in Lebens- und Glaubensfragen. Den sehenden Menschen hat er beständig versucht, die Augen für die Belange und Bedürfnisse der blinden und sehbehinderten Menschen zu öffnen. Für diesen Dienst an den Menschen sind wir ihm sehr dankbar.“

Zugleich wisse er, dass es Pastor Johansen sehr getroffen habe, als die Landessynode im Jahr 2015 im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Schließung des Landespfarramts für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge beschlossen hatte. Seit 1996 war Holger Johansen zunächst als Pastor im Sonderdienst, ab 1999 als Leiter des Landespfarramts für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig; seit 2011 auch als Vertrauensperson der schwerbehinderten Pfarrerinnen und Pfarrer, Pastorinnen und Pastoren der rheinischen Kirche.

„Die Menschen, die er begleitete, nannten ihn liebe- und respektvoll ,Padre‘. Holger Johansen war bekannt für seine Mut machende Zugewandtheit, seine klare Präsenz, getragen von einer tiefen persönlichen Frömmigkeit, immer bereit, über seine Hoffnung, seinen Glauben an Jesus Christus, Auskunft zu geben und zum Gebet zu ermutigen. Damit wird er uns in Erinnerung bleiben“, so Jürgen Sohn.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 10.05.2017


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