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Reformation für die Zukunft: Oberstes Leitungsgremium tagt bis Freitag

Rheinische Landessynode hat in Bad Neuenahr begonnen

Pressemitteilung Nr. 5/2017

Bad Neuenahr. Mit einem ökumenisch geprägten Abendmahlgottesdienst hat am Nachmittag die 69. ordentliche Tagung der Evangelischen Kirche im Rheinland begonnen. Bis zum Freitag beschäftigt sich das oberste Leitungsgremium der Kirche, die sich vom Niederrhein bis ins Saarland erstreckt, u. a. mit der Frage, wie die Botschaft von der Liebe Gottes auch jenseits der vertrauten Form der Wohnsitzkirchengemeinde (Parochie) zu den Menschen gebracht werden kann. Ausgangspunkt für die Debatte der Zukunftsfragen sind theologische Gedanken über die Reformation, deren 500. Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird.

In seiner Predigt rief Präses Manfred Rekowski zu einem „trotzigen Gottvertrauen“ und einer „kühnen Zuversicht in das Leben“ auf, auch wenn die täglichen Erfahrungen von Leid, Elend und Gewalt eine andere Haltung nahelegten. „Angst, die einengt, Todesangst, die jeden Handlungsspielraum zu verschließen scheint, sind Erfahrungen, die auch uns nicht fremd sind“, sagte der rheinische Präses am heutigen Sonntagnachmittag in der Martin-Luther-Kirche. Rekowski verwies dabei auf die Ereignisse in Aleppo und Berlin. (Siehe auch die bereits versendete Pressemitteilung Nr. 4/2017 von heute.)

Eine besondere Prägung erhielt der Gottesdienst durch die Mitwirkenden anderer Konfessionen, die sich an einem ökumenischen Taufgedächtnis beteiligten. Mit dabei waren neben dem rheinischen Präses Pfarrerin Karen Wilson (Brüdergemeine Neuwied), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (römisch-katholisches Bistum Essen), Bischof Dr. Matthias Ring (Alt-katholisches Bistum in Deutschland) Erzpriester Radu Constantin Miron (Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland) und Superintendent Dr. Rainer Bath (Evangelisch-methodistische Kirche Distrikt Essen).

Auch musikalisch gab es eine Besonderheit: Erstmals sang die Synodalgemeinde das Psalmgedicht „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ von Hanns Dieter Hüsch. Kirchenmusiker und Dozent Christoph Spengler hat den Text des niederrheinischen Kabarettisten als Gemeindelied vertont. Die Psalmüberschrift ist das Motto der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Reformationsjubiläumsjahr 2017. Neben Spengler am Klavier gestalteten Mirjam Geiler (Gesang), Anja Spengler (Gesang), Fabian Gsell (Gesang & Schlagzeug) sowie das Bläserensemble „Buccinate Deo“ im Posaunenwerk der rheinischen Kirche unter der Leitung von Stephan Schmitz und Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek (Orgel) den Gottesdienst musikalisch. 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 08.01.2017


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