Logo EKiR

25 evangelische Kitas in Rheinland-Pfalz mit BETA-Gütesiegel ausgezeichnet

Vizepräses Pistorius: Qualitätsmanagement orientiert am christlichen Menschenbild

Pressemitteilung Nr. 146/2016

Boppard. Die Bedeutung eines klaren evangelischen Profils in der Arbeit von Kindertagesstätten hat der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, heute in Boppard unterstrichen. Pistorius überbrachte Grüße und Dank der rheinischen Landeskirche an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 53 evangelischen Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz, die sich an dem Qualitätsmanagement-Programm der Evangelischen Kirche im Rheinland „Evangelische Kindertagesstätten ... unterwegs mit Qualität“ beteiligt hatten.

Die ersten 25 Kitas haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen und wurden dafür heute in Boppard mit dem BETA-Gütesiegel der Bundesvereinigung Evangelischere Tageseinrichtungen für Kinder e. V. (BETA) ausgezeichnet. Sie verpflichten sich damit auf ein klar erkennbares evangelisches Profil auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes, auf eine gute Bildungsarbeit sowie einen partnerschaftlichen Umgang mit Eltern. Die übrigen Kitas aus den evangelischen Kirchenkreisen Koblenz, Obere Nahe, An Nahe und Glan, Simmern-Trarbach und Trier werden das Qualitätsmanagement im kommenden Jahr abschließen.

Vizepräses Pistorius skizzierte in seiner Ansprache die vielfältigen pädagogischen Herausforderungen im Alltag von Kindertageseinrichtungen. Wenn Kinder etwa ihre Mutter bedrohten oder schon Dreijährige im Kindergarten aggressiv würden, sei es schwer daran zu glauben, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes sei, wie die Bibel zusage. Doch: „Die Bibel hält an der Ebenbildlichkeit Gottes als Anspruch fest, aber sie weiß auch um die Grenzen des Menschen. Sie kehrt sie nicht unter den Teppich, sondern beschreibt oder benennt sie, und sie wirbt in Jesus Christus für eine Kultur der Annahme und der Liebe, sie hält in uns wach die Sehnsucht, dass nicht alles so bleiben muss wie es ist“, so der rheinische Vizepräses. Dies beinhalte „Zuspruch und Anspruch zugleich an uns Menschen in der nicht erlösten Welt, die wir auch Grenzerfahrungen in unserer pädagogischen Arbeit erleben.“

Hintergrund:
Die Evangelische Kirche stellt sich mit dem Qualitätsmanagement-Prozess (QM) auf gestiegene Erwartungen von Eltern an die vorschulische Bildung ihrer Kinder ein. Sie begegnet damit dem sich abzeichnenden Wettbewerb zwischen den Kindergartenträgern, wenn infolge des demografischen Wandels weniger Kinder betreut werden müssen. Der QM-Prozess führt zur Verleihung eines Zertifikats nach den Qualitätsstandards der DIN EN ISO 9001:2008 und schließt eine Verleihung des BETA-Gütesiegels für evangelische Kindertagesstätten ein. 28 Träger der Evangelischen Kirche zwischen Eifel und Hunsrück, Saar, Nahe und Rhein beteiligen sich an dem Projekt, das im September 2011 begann.

 

Boppard / EKiR-Pressestelle / 28.10.2016


Pressekontakt