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Leitende aus Rheinland, Westfalen und Lippe unterzeichneten Kirchenvertrag

Drei Landeskirchen bringen ein gemeinsames Diakonisches Werk auf den Weg

Pressemitteilung Nr. 129/2015 

In Berlin haben heute, am 2. Juli, die Präsides der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche einen Kirchenvertrag zur Bildung eines gemeinsamen Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. unterschrieben. Am Rand der Kirchenkonferenz der EKD trafen sich Präses Annette Kurschus und der Juristische Vizepräsident Klaus Winterhoff (Westfalen), Präses Manfred Rekowski und Vizepräsident Dr. Johann Weusmann (Rheinland) sowie Landessuperintendent Dietmar Arends und der Juristische Kirchenrat Dr. Arno Schilberg (Lippe), um mit ihren Unterschriften den gemeinsamen Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege auf den Weg zu bringen.


Die Zusammenarbeit in der Diakonie ist schon erprobt: Bereits seit 2008 gibt es zur Unterstützung der eigenen diakonischen Werke der drei Kirchen den gemeinsamen „Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e. V.“ (Diakonie RWL). Nun aber sollen die landeskirchlichen Diakonieverbände zu einem gemeinsamen verschmolzen werden, um Arbeitswege zu verkürzen und Verwaltungsaufwand zu verringern.


Für die westfälische Präses Annette Kurschus eine richtige und wichtige Entscheidung: „Mit dem Schritt zu einem gemeinsamen diakonischen Spitzenverband unserer drei Landeskirchen wird die Diakonie in ganz RWL gestärkt. Es ist gut, dass wir so unsere Kräfte bündeln können und auch organisatorisch gegenüber der Politik mit deutlicherer Stimme sprechen.“


Auch in der Lippischen Landeskirche sieht man die Notwendigkeit für diesen Schritt. Landessuperintendent Dietmar Arends: „In der Lippischen Landeskirche betreut das Diakoniereferat im Landeskirchenamt zusammen mit dem Diakonischen Werk Westfalen/Lippe 120 Einrichtungen der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie Kirchengemeinden. Wir begrüßen ein gemeinsames Diakonisches Werk NRW, um diakonische Interessen gegenüber dem Land und den Landschaftsverbänden zu vertreten.“


In der Evangelischen Kirche im Rheinland stärken bereits jetzt die „Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz“ und die „Verbindungsstelle Saarland“ die diakonischen Themen im Süden des Kirchengebietes. „Der rheinischen Kirchenleitung ist wichtig, dass das neue Diakonische Werk nach wie vor unvermindert in den Gebieten unserer Kirche tätig bleibt, die außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegen“, betont Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.


Im Herbst beziehungsweise Winter werden die Landessynoden die kirchenrechtlichen Bedingungen schaffen, damit die Verschmelzung der Werke umgesetzt werden kann.


Die derzeitige Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e. V. ist der größte diakonische Landesverband Deutschlands und einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Sie erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen und Teile der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Die Diakonie RWL repräsentiert rund 4900 evangelische Sozialeinrichtungen, in denen 130.000 Mitarbeitende hauptamtlich und 200.000 ehrenamtlich tätig sind. Im Verband selbst arbeiten an den Standorten Düsseldorf, Köln und Münster rund 220 Mitarbeitende. Die Diakonie RWL versteht ihre Arbeit als praktische Ausübung der christlichen Nächstenliebe und als Wesens- und Lebensäußerung der Evangelischen Kirche.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 02.07.2015


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