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Weihnachtsbotschaft von Präses Manfred Rekowski

„Nicht Gewalt und Macht werden sich durchsetzen, sondern Gewaltlosigkeit“

Pressemitteilung Nr. 188/2016

Düsseldorf. „Ich gestehe: Seit Montagabend in Berlin ist mein Optimismus im Blick auf das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft kleiner geworden. Aber meine Hoffnung für Gottes Welt bleibt trotz alledem.“ Und diese Hoffnung, so Präses Manfred Rekowski, hat ihren Grund in dem, was wir Weihnachten feiern: Gott wird Mensch. „Mit dem Kind in der Krippe zeigt Gott, dass er unsere Welt liebt“, unterstreicht der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seiner Botschaft zum Christfest 2016.

Gott liebt diese Welt, auch wenn sie oft ungerecht, in Schuld verstrickt, aus den Fugen geraten und gefährdet ist, erklärt der oberste Repräsentant von rund 2,6 Millionen Evangelischen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Die Liebe Gottes ist die hoffnungsvolle Weihnachtsbotschaft, dass die Welt kein gottverlassener Ort ist:

„Die Welt wird durch Menschenhand an vielen Orten wie Berlin, Nizza, Paris und Istanbul zur Hölle. Menschen verabschieden sich von jeder Menschlichkeit, schwingen sich zum Herrn über Leben und Tod auf, verbreiten so Terror, Angst und Schrecken und bringen Unschuldige ums Leben. Ja, Gott liebt diese verrückte Welt: Wir haben wochenlang die furchtbaren Bilder der zerstörten Stadt Aleppo gesehen, in der zwar noch viele Menschen leben, die aber von gewissenlosen Machtpolitikern mit brachialer Bombengewalt vor unseren Augen zu Staub pulverisiert wurde. Diese verrückte Welt ist geliebt – sie ist mit all denen, die auf diesem Planeten wohnen, Gottes ganz und gar geliebte Welt.“

Diese Liebe Gottes zur Welt zeigt sich laut Rekowski darin, dass Gott als Kind in der Krippe Mensch geworden ist. Darin werde sichtbar: „Nicht Gewalt und Macht werden sich durchsetzen, sondern Gewaltlosigkeit. Geboren in einem Stall, in lausigen Verhältnissen, wird er einer von uns. Er will Verhältnisse und Menschen ändern. Das ist die Alternative für unsere geschundene Welt.“ 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 24.12.2016


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