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Das 'Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Weseler Bürger jüdischen Glaubens' (1988) erinnert an die Pogromnacht im Jahre 1938 und der Zerstörung der Synagoge in der Nähe des Willibrordi-Doms. Erstellt wurde es von dem Xantener Künstler Hans-Joachim Gr

Das "Mahnmal zur Erinnerung an die ermordeten Weseler Bürger jüdischen Glaubens" (1988) erinnert an die Pogromnacht im Jahre 1938 und der Zerstörung der Synagoge in der Nähe des Willibrordi-Doms

Gedenken

Erinnern an die Pogromnacht 1938

Gottesdienste, Ausstellungen, Vortragsveranstaltungen und Kranzniederlegungen erinnern in vielen Städten und Gemeinden in der rheinischen Kirche rund um den 9. November an die Pogromnacht im Jahr 1938.

In Düsseldorf führt bereits am Mittwoch ein abendlicher Rundgang zu den Spuren der jüdischen Familie Oppenheimer, die vor 79 Jahren überfallen, schwer verletzt und teilweise in ein Konzentrationslager deportiert wurde. Treffpunkt ist 18 Uhr, Parkstr. 74. Im Anschluss findet um 19 Uhr in der katholischen St. Rochus-Kirche, Bagel-/Ecke Prinz-Georg-Straße in Pempelfort, ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt.

Am Jahrestag am Donnerstag lädt die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf, die drittgrößte jüdische Gemeinde bundesweit, zu einem stillen Gedenken und Gebet am Gedenkstein für die 1938 zerstörte Synagoge auf der Kasernenstraße. Der Rat der Stadt kommt zu einer zentralen Gedenkstunde im Rathaus zusammen.

Bei der Gedenkfeier in Ratingen im örtlichen Medienzentrum, 16.30 Uhr, Peter-Brüning-Platz 3, sprechen unter anderem Vertreter des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Nordrhein. In Krefeld findet die Gedenkfeier und das Erinnern an die Opfer der örtlichen jüdischen Gemeinde um 18 Uhr auf dem Platz an der Alten Synagoge statt.

Unter dem Motto „Erinnern heißt handeln“ stehen verschiedene Veranstalungen in Wuppertal-Elberfeld: ein Pogromgedenken um 11 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof am Weinberg, ein Gedenkrundgang um 18 Uhr, beginnend an den City-Arkaden, die Zeitzeugenveranstaltung „Das Leben und Überleben von Wolfgang Kotek“ um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Alte Synagoge und ebenfalls um 19 Uhr gibt es in der Citykirche Elberfeld eine Diskussion mit Vortrag zum Thema „Die AfD und die soziale Frage“.  

Die Stadt Mülheim/Ruhr und die Jüdische Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen gedenken in einer Feierstunde um 11 Uhr mit anschließender Kranzniederlegung den Opfern der Pogromnacht. Die Mülheimer Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) laden am Donnerstag, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Petri-Kirche am Pastor-Barnstein-Platz ein.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen lädt um 17 Uhr zu einem Ökumenischen Gedenkgottesdienst in das Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde Essen-Mitte, Hofterbergstr. 32, ein. Im niederrheinischen Moers werden am Mahnmal „Synagogenbogen“ ab 11 Uhr die Namen der verschleppten und getöteten jüdischen Bürger verlesen.

In Köln soll mit einer Gedenkstunde am Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz um 12 Uhr der deportierten Juden gedacht werden. In der Lukaskirche in Köln-Porz findet ab 19 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst gegen das Vergessen statt. Zu einer weiteren Gedenkveranstaltung laden die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Synagogen-Gemeinde Köln in die Kölner Synagoge ein.

In Duisburg erinnert die Stadt gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ab 18 Uhr im Rathaus an die Pogromnacht. Stadtdechant Bernhard Lücking wird zum Thema „Die Zukunft der Erinnerung - Gedanken zu einer zeitgemäßen Erinnerungskultur“ sprechen. Im Anschluss findet ein Schweigemarsch zur Gedenkstätte am Rabbiner-Neumarkt-Weg mit einer Kranzniederlegung statt.

In Bad Sobernheim gibt es  am Donnerstag, 19 Uhr, eine ökumenische Gedenkstunde im Kulturhaus Synagoge. 

Die genannten Veranstaltungen sind nur einige Beispiel. Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Pogromnacht finden auch in Bonn, Aachen und vielen weiteren Städten und Gemeinden auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland statt.

Die Nazis nannten die Nacht judenfeindlicher Hetze und Übergriffe in ihrer Propagandasprache verhöhnend "Reichskristallnacht". Sie schändeten und zerstörten über 1.400 Synagogen und jüdische Gebetssäle. Deutschlandweit wurden rund 30.000 Menschen verhaftet und etwa 400 getötet. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und Ermordung.

 

ekir.de / epd/red Foto: Wikimedia Commons, Dat Doris / CC-BY-SA-4.0 / 08.11.2017


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