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Gäste aus elf Ländern: Präses begrüßt VEM-Vollversammlung in Wuppertal

„Bei Gott ist die Quelle des Lebens und nicht bei den Gesetzen des Marktes“

Pressemitteilung Nr. 106/2014

Mit einem Empfang hat die Evangelische Kirche im Rheinland die Delegierten, Gäste und Mitarbeitenden der Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) am Abend (vgl. Sperrfrist!) begrüßt. Bis zum 28. Juni kommen knapp 70 Vertreterinnen und Vertreter der 34 Mitgliedskirchen in Deutschland, Afrika und Asien in Wuppertal zusammen, wo die VEM ihren Stammsitz hat, um die grundlegende Ausrichtung des Kirchenbundes zu bestimmen. Dass die Gäste aus elf Ländern eigentlich dort zuhause sind, unterstrich Präses Manfred Rekowski in seiner Begrüßung – immerhin ist das neue Internationale Tagungszentrum „Auf dem heiligen Berg“ in Wuppertal ein gemeinsames Projekt von VEM und rheinischer Kirche.

In einer Andacht sagte der rheinische Präses, dass die VEM-Mitgliedskirchen vor allem aber eine gemeinsame Quelle, nämlich Gott, haben, und zitierte dazu aus dem 36. Psalm: „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens.“ Miteinander teile man „einen großen Fluss, durch den Gott seine Kirche mit seinem Segen und seinem Heiligen Geist nährt“. Die Evangelische Kirche im Rheinland habe im Laufe ihrer Geschichte gelernt, sich auf Gnade, auf Ressourcen und auf Quellen zu verlassen, die über ihre eigenen Fähigkeiten und Talente hinausgehen. Frauen und Männer, Laien und Ordinierte arbeiteten für die Kirche. Reformierte, Lutheraner und unierte Gemeinden, konservative und liberale Christen, Pietisten und andere Flügel der evangelischen Kirche kämen in der Rheinischen Kirche zusammen wie ein Zusammenfluss von unterschiedlichen Bächen. Sie und die Partner in der VEM vereine nicht nur die Quelle, sondern auch der Auftrag, von Gott und seiner guten Botschaft in der Welt Reden zu machen und zum Glauben einzuladen. Zugleich gehe es auch um die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen: „Einzutreten für die Armen und Schwachen ist nicht eine moralische Pflicht, sondern eine Konsequenz und ein Zeugnis unseres christlichen Glaubens.“ Auch hierbei gelte: „Bei Gott ist die Quelle des Lebens und nicht bei den Gesetzen des Marktes.“

Thema der Vollversammlung in diesem Jahr ist „Kinderarmut und Menschenhandel“. Die Mitglieder der VEM in allen drei Regionen arbeiten schon seit Jahren mit einer Vielzahl von Projekten dagegen an. Kostenlose Mittagessen für Kinder armer Familien in Deutschland, Auffangstationen für Straßenkinder in der Demokratischen Republik Kongo oder ein Sozialprojekt für sklavenähnlich behandelte Haushaltshilfen in Hongkong sind nur einige Beispiele für diese kirchlichen Initiativen. Jetzt wollen sich die Mitglieder der VEM über ihre Ansätze zur Bekämpfung von Kinderarmut und Menschenhandel austauschen und Ideen für gemeinsame Initiativen entwickeln.

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 25.06.2014


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