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Präses Manfred Rekowski predigt am Sonntag im Gefängnis

Kirche ist nicht nur für die mit makellosem polizeilichen Führungszeugnis da

Pressemitteilung Nr. 108/2014

An ungewohntem Ort hat Präses Manfred Rekowski daran erinnert, dass die Kirche keine geschlossene Gesellschaft sein dürfe. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland predigte am Sonntagvormittag, 29. Juni 2014, (vgl. Sperrfrist!) in der Justizvollzugsanstalt in Wuppertal-Vohwinkel („Simonshöfchen“) auf Einladung der Evangelischen Bergischen Gefängnis-Gemeinde. „Unsere Kirche und unsere Gemeinden dürfen niemals den Anschein erwecken, als wären wir nur für einige wenige, besonders auserwählte Menschen da. Ganz exklusiv nur für die Frommen, nur für die Angepassten, nur für die ruhigen Vertreter, nur für die mir makellosem polizeilichen Führungszeugnis, nur für die mit Aufenthaltsgenehmigung“, sagte der Theologe in seiner Predigt hinter Gittern, die Bezug auf das biblische Gleichnis vom großen Festmahl aus dem Lukasevangelium nahm.

„Gott lädt alle Menschen ein zu seinem Fest“, betonte Rekowski: „Da ist immer noch Platz, das Boot ist noch längst nicht voll. Da ist immer noch Platz für Fremde, für Abgeschriebene, für Inhaftierte, für Strafentlassene, für Glaubenden und Zweifelnde, für Suchende.“ Die Einladung Gottes liege jeden Morgen neu auf dem Tisch, sagte der Präses vor Gefangenen, Justizmitarbeitern und Gästen von außerhalb des Gefängnisses – sie liege auch im Haftraum der Gefangenen.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 27.06.2014


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