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Rheinischer Präses Manfred Rekowski predigt im Berliner Dom

Glauben und Leben: Was trägt Menschen, wenn alles zerbricht?

Pressemitteilung Nr. 63/2014

Was trägt Menschen, wenn alles zerbricht? Antwort auf diese Frage hat Präses Manfred Rekowski am Sonntag (vgl. Sperrfrist!) in seiner Predigt im Berliner Dom gegeben. „Was auch geschieht, Gott hält es bei uns aus. Er bleibt uns zugewandt. Seine Treue führt uns durchs Leben – sie führt uns einmal ganz sicher ans Ziel. Gott weicht nicht und fällt nicht!“, erklärte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland im Gottesdienst in dem markanten Gotteshaus der Bundeshauptstadt.

Auch wenn der Boden unter den Füßen schwanke, gelte die Zusage Gottes in den Worten des Propheten Jesaja, bezog sich Rekowski auf den Predigttext: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.“ Gottes Liebe halte das alles aus. „Seine Zusage hält uns. Sie hat Bestand. Der Bund seines Friedens bleibt in Geltung und steht auch dann noch fest, wenn alles andere längst in sich zusammengefallen ist. Dieser Bund des Friedens zwischen Gott und seinem Volk, der bei Noah begann und neu bestätigt wurde beim Propheten Jesaja, ist ein Bund für die Ewigkeit. Uns gilt der gleiche Zuspruch wie den Israeliten in der babylonischen Gefangenschaft: Seht nicht auf euch, seht auf Gott allein. Seine Treue ist groß, und er stellt eure Füße auf weiten Raum.“

Die Zusage der Treue Gottes durch den Propheten Jesaja habe das Volk Israel zu einer Zeit ereilt, als es sich weit von Gott entfernt habe: Das Glaubensbekenntnis sei zwar gesprochen worden, und die religiöse Praxis habe stattgefunden, aber der Glaube habe das Leben der Menschen nicht mehr berührt. Das sei auch bei Christenmenschen unserer Tage zu finden: „Der Glaube an den Schöpfer-Gott führt auch bei Christinnen und Christen vielfach nicht zu einem verstärkten Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. Und die Bitte aus dem Vaterunser ,Dein Reich komme …’ führt nicht bei allen Kirchenmitgliedern zu einem konsequenten Eintreten für die Vernachlässigten, die Fremden oder die Gedemütigten.“

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Düsseldorf/Berlin / EKiR-Pressestelle / 29.03.2014


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