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Manfred Rekowski

Manfred Rekowski trägt den Präsesbericht vor.

Landessynode 2015

"Kirche Gottes und der Welt sein"

In den Predigten muss hörbar bleiben, in den Verlautbaren muss vernehmbar werden und in den Aktivitäten wahrnehmbar sein, dass wir Kirche Gottes und der Welt sind. Das hat Präses Manfred Rekowski heute in seinem Bericht vor der Landessynode betont.

Was die Kirche der Welt und in der Welt zu sagen hat, damit befasste sich der Präses der mit rund 2,66 Millionen Mitgliedern zweitgrößten EKD-Gliedkirche in seinem mehr als einstündigen Bericht intensiv. Dabei ging Manfred Rekowski ausführlich auf die Diskussion um assistierten Suizid und aktive Sterbehilfe ein. „Welche Auswirkungen hat es für unsere Gesellschaft, wenn die aktive Gestaltung des Todes bis hin zur aktiven Sterbehilfe legalisiert und zu einer akzeptierten Option würde?“ fragte Rekowski: „Als Christinnen und Christen sind wir überzeugt, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes eine Würde hat, die auch in Krankheit und im Sterben nicht verloren geht. Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie sie mit Sterbenden umgeht.“

Bereits am Vorabend hatte sich die Kirchenleitung, das Präsidium der Landessynode, mit einer Erklärung zu islamistischem Terror geäußert. Präses Rekowski machte in seinem „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ noch einmal deutlich, dass Christinnen und Christen widersprechen müssen, „wenn andere Religionen nicht nach ihrem Selbstverständnis beurteilt, sondern auf Pervertierungen reduziert werden. Der ,Islamische Staat’ hat so wenig, so viel mit dem Koran zu tun wie der Dreißigjährige Krieg mit der Bibel“.

 

ekir.de / jpi, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 12.01.2015


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