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Präses Rekowski: Mit intensivem Bemühen für die Wahl werben

Presbyteriumswahl: Kandidatur auch auf der Gemeindeversammlung möglich

Pressemitteilung Nr. 35/2014

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am Dienstagnachmittag Änderungen bei der Presbyteriumswahl beschlossen. Künftig dürfen auf der obligatorischen Gemeindeversammlung zur Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten auch noch anwesende Gemeindemitglieder nachnominiert werden. Für die Kirchengemeinden erleichtert diese neue Regelung die Suche von Kandidierenden für die Presbyteriumswahl.

Abgelehnt wurde der Vorschlag, Wahlen auch dann abzuhalten, wenn die Zahl der Wahlvorschläge die Zahl der zu wählenden Presbyterinnen und Presbyter nicht übersteigt. Auch ein Quorum, bei dem Kandidatinnen und Kandidaten mindestens 20 Prozent der Stimmen erhalten müssten, wurde vom obersten Leitungsgremium der rheinischen Kirche zurückgewiesen.

Mit den Änderungen des Kirchengesetzes über die Wahl des Presbyteriums in der Evangelischen Kirche im Rheinland reagiert die Landessynode auf die Ergebnisse der Presbyteriumswahl 2012, die Fragen zur künftigen Gestaltung des Wahlverfahrens aufgeworfen hatte. So fand in 60 Prozent der Wahlbezirke keine Wahl statt. Außerdem konnten im Vergleich zur Wahl 2008 deutlich weniger Kandidatinnen und Kandidaten für das Presbyteriumsamt gewonnen werden.

„Die Situation, dass in nur 40 Prozent der Gemeinden gewählt wird, ist eine substantielle Herausforderung für unsere Kirche und stellt unsere presbyterial-synodale Ordnung in Frage“, erklärte Präses Manfred Rekowski. Um diese Situation zu ändern seien sanfte Eingriffe und intensives Bemühen nötig. „Wir müssen uns bemühen, dass möglichst häufig gewählt wird, aber wir sollten nicht versuchen, das durch eine gesetzliche Verordnung zu erzwingen.“

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 21.01.2014


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