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Nur wenige Sparvorschläge wurden nach den Beratungen verändert

Landessynode beschließt Kürzungen um mehr als acht Millionen Euro

Pressemitteilung Nr. 26/2014

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat mit großer Mehrheit am Mittag umfangreiche Sparmaßnahmen beschlossen. Rund acht Millionen Euro, verteilt auf etwa 150 Einzelpositionen, sollen im Landeskirchenamt und in den landeskirchlichen Einrichtungen gekürzt werden – etwas mehr als fünf Millionen davon schon in diesem und im kommenden Jahr. Nach intensiven Debatten in Arbeitsgruppen nahmen die Vertreterinnen und Vertreter aus den 38 rheinischen Kirchenkreisen nur an zehn Sparvorschlägen Veränderungen vor.

So lehnte das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche die vorgeschlagene Kürzung der Zuschüsse an die Diakonenausbildungsstätten ab. Eine weitere Veränderung bringt der heutige Synodalbeschluss mit Blick auf die Büchereifachstelle im Landeskirchenamt: Statt wie geplant sofort, soll die Stelle, die mehr als 200 evangelische öffentliche Büchereien in der rheinischen Kirche betreut, nun erst zum 1. Januar 2023 aufgegeben werden. Man werde die Zeit nutzen, um zu klären, wie die Arbeit über diesen Termin hinaus gesichert werden kann, machte der zuständige Leitende Dezernent deutlich. Anders als vorgeschlagen bleibt auch die Außenstelle Südrhein für den Arbeitsbereich „Kirche mit Kindern“ erhalten.

Mit den Kürzungen im Rahmen der sogenannten Aufgabenkritik wird eine Sparquote von 15 Prozent auf den Anteil am landeskirchlichen Haushalt erzielt, der aus Kirchensteuermitteln finanziert wird – knapp 60 Millionen Euro. Das ist die Höhe der Umlage, mit der die 732 Kirchengemeinden, die in der rheinischen Kirche die Kirchensteuern einnehmen, die Arbeit auf Ebene der Landeskirche finanzieren. Von diesen Kürzungsbeschlüssen sind die Kirchenkreise und Gemeinden nicht unmittelbar betroffen.

Nach einer Neubewertung der Finanzlage hatte die Kirchenleitung die Synodalen im Sommer vergangenen Jahres darüber informiert, dass die Sparanstrengungen beschleunigt und ausgeweitet werden müssten. So sollen nun bis zur Landessynode 2015 Vorschläge erarbeitet werden, um weitere zwölf Millionen Euro aus dem landeskirchlichen Haushalt zu streichen. Wie diese Vorschläge zur „Haushaltskonsolidierung“ erarbeitet werden sollen, schlägt die Kirchenleitung, den Synodalen bei der laufenden Tagung in der Drucksache 5 vor. Beide Prozesse zusammen sollen so ein Einsparvolumen von 20 Millionen Euro bringen.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 20.01.2014


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