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NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (rechts) beim Besuch Besuch in der Bücherei der evangelischen Matthäikirche in Bonn.

NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (rechts) beim Besuch Besuch in der Bücherei der evangelischen Matthäikirche in Bonn.

Integration

Bereits jetzt ein Erfolg

Angebote für die Integration von Flüchtlingen stehen im Vordergrund des auf zwei Jahre befristeten Kirchenprojekts „Sprachräume – Büchereien für Integration“. Das Interesse an dem Konzept wächst und NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) will sich für eine weitere Förderung einsetzen.

„Ich danke den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die sich für dieses sinnvolle Projekt engagieren“, sagte Stamp bei einem Besuch in der Bücherei der evangelischen Matthäikirche in Bonn. Die Evangelische Kirche im Rheinland war Mitte vergangenen Jahres mit fünf Pilot-Büchereien an den Start gegangen, die spezielle Angebote für die Integration von Flüchtlingen machen. 

In den fünf Büchereien in Bonn, Aegidienberg, Bad Sobernheim, Biskirchen und Neuss-Erfttal werden Ehrenamtliche zu Lesepaten qualifiziert, um Flüchtlinge beim Deutschlernen zu unterstützen. Außerdem bieten die Büchereien spezielle Medien an, um Flüchtlinge beim Spracherwerb zu fördern wie etwa Wörterbücher oder elektronische Sprachkurse an einem Computerarbeitsplatz. Hinzu kommen interkulturelle Veranstaltungsangebote.

Die Büchereien nutzen bei ihrer Arbeit dem rheinischen Oberkirchenrat Klaus Eberl zufolge Synergien zwischen Flüchtlings- und Bildungsarbeit. Denn sie könnten auf bereits vorhandene Strukturen zurückgreifen, betonte der Leiter der Bildungsabteilung der rheinischen Kirche.

Derzeit wird das Projekt mit insgesamt rund 405.000 Euro aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union finanziert. Weitere Projektpartner sind die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd und das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen.

In einer zweiten Phase soll das Projekt auf weitere Büchereien übertragen werden. Das Projekt ist der Leiterin der Büchereifachstelle der rheinischen Kirche, Helga Schwarze, zufolge bereits jetzt ein Erfolg. Das zeige sich daran, dass sich viele weitere Büchereien für die Konzepte der Pilot-Einrichtungen interessierten und an Schulungen teilnähmen, sagte sie. „Insgesamt sind etwa 50 Büchereien dabei.“

ekir.de / epd, Foto: Tim Zebe / 10.10.2017


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