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Sprachquiz bei der Sprachräume-Präsentation im 'Haus der Geschichte' in Bonn.

Sprachquiz bei der Sprachräume-Präsentation im "Haus der Geschichte" in Bonn.

Präsentation auf der Bonner Buchmesse Migration

Sprachen vor sommerlichem Eis

Menschen aus aller Welt betrachten Bilder eines Mädchens, das Eis isst. Sehen die sommerlichen Illustrationen im Buch „Wer hat mein Eis gegessen?“ von Rania Zaghir. Dazu lauschen sie einer Lesung in acht verschiedenen Sprachen.

Doch welche Sprache höre ich da gerade? Englisch? Oder Dänisch? Die Sprache mit den vielen „Üs“ könnte Türkisch sein. Mit im Angebot: Urdu, Russisch, Farsi und einer liest einige Sätze auf Japanisch vor. Mit einer mehrsprachigen Lesung unterhielt das Team des Projektes „Sprachräume – Büchereien für Integration“ das Publikum auf der 11. Bonner Buchmesse Migration im Bonner Haus der Geschichte.

Vier Tage stand das Team der Büchereifachstelle für Gespräche über dieses Projekt zur Verfügung, informierte Fachpublikum und neugierige Besucherinnen und Besucher. „Endlich einmal wird EU-Geld gut angelegt“, kommentierte eine Frau spontan die Arbeit in fünf Pilotbüchereien. Dieses Projekt wird mit Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

Ehrenamtliche schaffen in Gemeindebüchereien interkulturelle Begegnungsmöglichkeiten. Nach anderthalb Jahren sollen die Erfahrungen Anfang 2018 wissenschaftlich ausgewertet werden, um sie dann an die 6.000 ehrenamtlich geführten Büchereien in Deutschland weiterzugeben.

Eine Art Bilderbuchkino

Über die bisherigen Erfahrungen berichteten einige Ehrenamtliche bei der Präsentation im überfüllten Seminarraum, bei dem die mehrsprachige Lesung zum Bilderbuchkino als ein Beispiel von interkulturellen Veranstaltungen demonstriert wurde.

Lesepatinnen stellten die Arbeit mit Kindern und Erwachsenen vor, Büchereileiterinnen informierten über das Medienangebot, über die Computerarbeitsplätze und die Schulungen für Ehrenamtliche. Einige hatten ihre neuen Nachbarn gleich mitgebracht und berichteten über die praktische Hilfe zur Integration: die deutsche Sprache lernen, mit Einheimischen lesen und spielen, deutsche Kultur mit einem „Deutschland-Memory“ kennen lernen.

Üben am Computer

Mehr als fünfzig Lesepatinnen und Lesepaten sind inzwischen ausgebildet. Manche begleiten Flüchtlinge sogar zu Ärzten oder Behörden. Andere schulen für die Arbeit am Computer, an denen dann für das Sprachzertifikat oder die theoretische Führerscheinprüfung geübt wird.

Die Eisgeschichte war ein Quiz. Fast alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen errieten die acht Sprachen richtig. Eine männliche Glücksfee, der Dezernent für außerschulische Bildung, Dr. Stefan Drubel, zog die Gewinnerinnen und Gewinner von Buchpreisen.

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ekir.de / cms, ms / 28.11.2017


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