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Stellenangebote bzw. Anforderungsprofile

Anforderungsprofil für ein hauptamtliches theologisches Mitglied der Kirchenleitung (Oberkirchenrätin/ Oberkirchenrat), das auch die Leitung der Abteilung (3) „Erziehung und Bildung“ mit den Dezernaten „Außerschulische Bildung“, „Schulische Bildung“ und „Evangelische Schulen“ wahrnimmt

Die Kirchenleitung nimmt ihre sich aus der Kirchenordnung ergebenden Aufgaben als Kollegialorgan wahr. Daran wirkt die Leitung der Abteilung mit.

Zu den Aufgaben als Abteilungsleitung gehören insbesondere die Qualitätssicherung und die Weiterentwicklung der Abteilungsarbeit. Die Leiterin/der Leiter der Abteilung hat die Richtlinienkompetenz für die Arbeit der Abteilung. Dazu braucht sie oder er Kenntnisse und Erfahrungen in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern kirchlicher Bildungsarbeit und den aktuellen bildungspolitischen Diskursen.

Innovationsvermögen, Erfahrung in der Steuerung von Prozessen und der Führung von Mitarbeitenden wird vorausgesetzt.

Die Bildungsabteilung ist in Zusammenarbeit mit den jeweiligen evangelischen Büros für die bildungspolitische Vertretung der Evangelischen Kirche im Rheinland gegenüber den entsprechenden Ministerien der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen zuständig. Sie begleitet die Bildungsarbeit der Gemeinden und Kirchenkreise in fachlicher Hinsicht. Darüber hinaus ist die Arbeit der in landeskirchlicher Trägerschaft befindlichen Bildungseinrichtungen zu steuern und weiter zu entwickeln. Zu den besonderen Herausforderungen der Abteilung gehört angesichts sinkender Ressourcen leistungsfähige Rahmenbedingungen für die kirchliche Bildungsarbeit zu schaffen und die entsprechenden Unterstützungsangebote bereitzustellen. Die Wirtschaftlichkeit der Strukturen ist dabei ebenso im Blick zu behalten wie das Akquirieren von Finanzmitteln. Die von der Landessynode beschlossenen „Leitlinien Bildung“ bieten dafür die notwendige Orientierung.

Zur Abteilung gehören folgende Dezernate:

Dezernat 1 - Außerschulische Bildung

Mit ihren vielen Bildungsangeboten nimmt Kirche ihre zivilgesellschaftliche Verantwortung auch außerhalt des Systems Schule wahr. Aufgabe des Dezernates ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese Bildungschancen gut genutzt werden können. Im Mittelpunkt stehen gemeindepädagogische Fragen sowie die Wahrnehmung politischer Verantwortung im Rahmen von Stellungnahmen und Expertisen, insbesondere im Zusammenhang mit Gesetzesentwürfen zum Bildungsrecht, das in den Bundesländern unterschiedlich geregelt ist.

Kindertagesstätten sind der größte Bildungsbereich der Kirche und ein wichtiger Faktor im Gemeindeaufbau. Sie genießen hohe öffentliche Wertschätzung. Politische, pädagogische, rechtliche und finanzielle Fragen der Elementarbildung sind vom Dezernat zu bedenken und mit Unterstützung vom „Rheinischen Verband“ und ggf. landeskirchenübergreifend in der fachbezogenen Arbeitsgruppe der Kirche und Diakonie (TFK-AG) voranzubringen.

In der Jugend(bildungs)arbeit begleitet und beaufsichtigt das Dezernat die Ämter, Vereine und Einrichtungen. Es wird dabei durch das Amt für Jugendarbeit mit seinen jugendpolitischen Vertretungen sowie dem Jugendbildungszentrum „Hackhauser Hof“ unterstützt. Diese Aufgabenverteilung soll inhaltlich weiterentwickelt werden.

Das Dezernat steuert die Arbeit der Referate „Konfirmandinnen- und Konfirmandenarbeit“ und „Integrative Gemeindearbeit“ im Pädagogisch-Theologischen Institut in Bonn und verantwortet die internen Prozesse dieser Einrichtung.

Das Dezernat ist für Fragen die Familienbildung und Familienpolitik zuständig und ist daher in den Vorständen der mit der Fort- und Weiterbildung betrauten Vereine der evangelischen Erwachsenenbildung vertreten. Auf dem Gebiet der ehrenamtlichen Büchereiarbeit der Gemeinden sind die neu erschlossenen Chancen der Integrationsarbeit weiterzuentwickeln.

Dezernat 2 - Schulische Bildung

Kernaufgabe ist die gesamte Bildungsarbeit im System Schule, insbesondere der evangelische Religionsunterricht, bei dem die Evangelische Kirche im Rheinland konkrete, gesetzlich geregelte Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten hat. Hierbei geht es vor allem um die politische Positionierung im Rahmen von Stellungnahmen und Expertisen zu Grundsatzfragen (z.B. Konfessionalität von Religionsunterricht, Islamischer Religionsunterricht, Gestellungsverträge für kirchliche Lehrkräfte, Ganztag, Inklusion) sowie Diskurse und Verhandlungen mit staatlichen bzw. nicht-staatlichen Partnern in vier Bundesländern. Die spezifischen Fragestellungen zum Religionsunterricht in bestimmten Schulformen werden in den Blick genommen (z.B. Evangelische Religionslehre im Abitur, Bildungspläne in Berufskollegs).

Jede Lehrkraft, die Evangelischen Religionsunterricht erteilen will, benötigt hierzu eine kirchliche Unterrichtserlaubnis. Die Umsetzung der Vokationsordnung und die dazugehörige Einzelberatung ressortiert ebenso im Dezernat wie alle Fragen der kirchlichen Fortbildungsarbeit für (Religions-) lehrerinnen und –lehrer. Hier arbeitet das Dezernat mit dem Pädagogisch Theologischen Institut in Bonn zusammen.

Besondere Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch die Weiterentwicklung konfessioneller Kooperation und der Schulseelsorge.

Dezernat 3 - Evangelische Schulen

Die Evangelische Kirche im Rheinland trägt zehn Schulen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein am christlichen Glauben orientiertes Bildungsverständnis verwirklichen, das die Gestaltung des gesamten Schullebens und den Unterricht aller Fächer prägt. Sie führt damit auch exemplarisch Pilotprojekte der bildungspolitischen Optionen der Landeskirche (z.B. in Inklusionsfragen) durch, die in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung in die politischen Diskussionen eingebracht werden.

Das Dezernat führt die Fach- und Dienstaufsicht über die landeskirchlichen Schulen sowie die Schulaufsicht über weitere Schulen in kirchlicher Trägerschaft. Im Rahmen des Schulwerks arbeitet es intensiv mit den Schulleitungen vor Ort zusammen und steuert die Kooperation mit den beteiligten Dezernaten im Landeskirchenamt. Dabei sind die Stärkung des evangelischen Profils sowie die Weiterentwicklung der Bildungsqualität wichtige Aspekte. Die Arbeitsprozesse innerhalb des Schulwerkes sind effizient zu gestalten.

Anforderungsprofil

Die Leiterin/der Leiter der Abteilung ist ordinierte Theologin/ordinierter Theologe mit mehrjähriger Erfahrung in der Gemeinde- und Bildungsarbeit. Sie/er verfügt über Management- und Leitungsfähigkeiten, Teamfähigkeit, Innovationspotential und Reflexionsvermögen. Die Leiterin oder der Leiter ist belastbar, durchsetzungsfähig, kooperationsfähig, empathisch und besitzt ausgeprägte Fähigkeiten in Gesprächsführung sowie im Umgang mit Konfliktsituationen. Eine wertschätzende Grundhaltung im Umgang mit beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden ist Grundvoraussetzung.

Rückfragen zum Anforderungsprofil können an Präses Manfred Rekowski, manfred.rekowski@ekir.de, gerichtet werden.

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ekir.de / 10.05.2017


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