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Ehemaliges Mitglied der Kirchenleitung im Alter von 87 Jahren verstorben

Die rheinische Kirche trauert um Staatsminister a. D. Albrecht Martin

Pressemitteilung Nr.119/2014

Die Evangelische Kirche im Rheinland trauert um Staatsminister a. D. Albrecht Martin. Das ehemalige nebenamtliche Mitglied der Kirchenleitung starb am Montag im Alter von 87 Jahren. „Unsere Kirche verdankt ihm viel, denn er setzte sich viele Jahrzehnte lang in der Politik und Öffentlichkeit für eine christliche Ethik ein. Grenzen zu überschreiten war ihm ein wichtiges Anliegen, sein Engagement für die deutsche Wiedervereinigung ein Ausdruck dessen“, würdigte Präses Manfred Rekowski den einstigen rheinland-pfälzischen Staatsminister. Martin habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Zusammenhang zwischen Freiheitsgeschichte, politischer Praxis und christlichem Glauben bewusst zu machen. „Albrecht Martin brachte sich in die Arbeit der Kirchenleitung mit festen Standpunkten sehr dialogisch ein. Mit seiner analytischen Stärke, seiner rhetorischen Begabung und seiner Kompromissfähigkeit hat er an der Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland prägend mitgewirkt“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Für die evangelische Kirche war Albrecht Martin auf vielen Ebenen tätig: in den Jahren 1956 bis 1994 als Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Oppenheim bzw. Bad Kreuznach; als Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland von 1969 bis 1997, in den Jahren 1985 bis 1996 als Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Von 1991 bis 1997 gehörte der CDU-Politiker als nebenamtliches Mitglied der rheinischen Kirchenleitung an.

Dem rheinland-pfälzischen Landtag gehörte Albrecht Martin von 1967 bis 1991 an, von 1974 bis 1985 war er Präsident des Landtags. 1985 wurde Albrecht Martin als Minister für Bundesangelegenheiten in die Regierung des Landes Rheinland-Pfalz berufen. 1989 schied er aus der Landesregierung aus.

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 16.07.2014


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