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Vizepräses Bosse-Huber predigt am Sonntag in Budapest

Gottes Anspruch relativiert den Herrschaftsanspruch der Welt

Pressemitteilung Nr. 115/2013

An die befreiende Kraft, die sich mit der Taufe verbindet, hat Vizepräses Petra Bosse-Huber erinnert. Die Zusage Gottes, dass der getaufte Mensch ganz zu ihm gehört, schaffe Freiraum fürs Leben, machte die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Sonntag, 7. Juli, (vgl. Sperrfrist!) in einem Gottesdienst in Budapest deutlich. „Mich macht es glücklich zu hören, dass ich im Leben und im Sterben nicht mir, sondern Gott und meinem Heiland Jesus Christus gehöre. Mein persönlicher Durchbruch war die Erkenntnis, dass es einen unermesslich großen Raum der Freiheit für mich und mein Leben gibt; wie groß die Einladung zu einem couragierten und offenen Leben ist, wenn ich dafür nur Gott verantwortlich bin. Wenn es nur einen Herrn in meinem Leben gibt, dann relativiert das alle anderen offenen und heimlichen Herrschaftsansprüche, egal ob sie von einem politischen Regime, von Wirtschaftsunternehmen, Internetfirmen oder Geheimdiensten an mich und meine privatesten Gedanken und Informationen gestellt werden. Oder ob es dabei um privatere Herren und Herrinnen geht“, sagte sie in ihrer Predigt in der Reformierten Gemeinde im Budapester Stadtbezirk Budafok.

Es sei provokant, wie der Heidelberger Katechismus, die vor 450 Jahren entstandene Bekenntnisschrift, die Frage nach Gott und Mensch sofort mit der ersten Frage auf den Punkt bringe: „,Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?’ - ,Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem treuen Heiland Jesus Christus gehöre.’ Dass die Beziehung zu Gott so zentral für das Lebensglück sein soll, leuchtet nicht mehr allen Menschen in den christlich geprägten Ländern Europas ein“, sagte Bosse-Huber: „Aber was für spannende Gespräche können entstehen, wenn in einer Atmosphäre von Vertrauen, solche wesentlichen Fragen endlich einmal laut werden und besprochen werden. Was tröstet uns? Was hält im Leben und im Sterben? Wem gehören wir zuerst und zuletzt? Am Anfang und am Ende des Lebens? Das sind dann wirklich wesentliche Gespräche“, unterstrich sie die Bedeutung der Frage, die sich mit der Taufe verbindet.

Düsseldorf/Budapest / EKiR-Pressestelle / 06.07.2013


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