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Kritischer Blick auf EKD-Familienpapier und die Vorgänge in Limburg

Synode: Münsters Weihbischof Theising würdigt ökumenische Beziehungen

Pressemitteilung Nr. 13/2014

Der Münsteraner Weihbischof Wilfried Theising hat vor der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland die Ausrichtung des Reformationsjubiläums 2017 als Christusfest als ein ermutigendes Zeichen der Ökumene bewertet. Diese Ausrichtung biete eine gute Basis für die wachsende Gemeinschaft von evangelischer und katholischer Kirche, sagte er in einem Grußwort. Theising weiter: „Je näher wir als getrennte Konfessionen dem gekreuzigten Christus kommen, desto näher kommen wir einander.“ Deshalb nähmen die katholischen Diözesen in Nordrhein-Westfalen „mit Freude“ die Einladung zu ökumenischen Initiativen hin zum Reformationsgedenken 2017 an.

Kritisch allerdings bewertete Theising das Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aus dem vergangenen Jahr. Es habe zu mancherlei Irritationen auch in seiner Kirche geführt und gefährde das gemeinsame Erscheinungsbild, das die beiden großen Kirchen bislang in ethischen Fragen in der Öffentlichkeit abgegeben hätten. „Lassen wir nicht zu, dass an die Stelle der alten Gegenüberstellung in der Ökumene, ,der Glaube trennt, die Praxis eint’, die neue tritt, die lautet: ,Der Glaube eint, die gelebte Praxis trennt!“

Selbstkritisch äußerte sich Weihbischof Theising zu den Vorgängen im Bistum Limburg. Die Diskussion um die Kostenexplosion beim Neubau des dortigen Bischofssitzes habe auch der evangelischen Kirche geschadet. Es gelte, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Zu Recht werde von den Kirchen im eigenen Verhalten wie in ethischen Fragen Authentizität, Transparenz, Dialog- und Kommunikationsfähigkeit erwartet.

EKiR-Pressestelle / EKiR-Pressestelle / 16.01.2014


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