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Landessynode 2009

"Klage, Gebet und Hoffnung" einbringen

„Sehr auf unsere Sache konzentriert und nicht die Politik verdoppeln“, so beschreibt Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), in der Abschlusspressekonferenz das kurz vorher von der Landessynode verabschiedete Wort zu Gaza.

Vizepräsident Christian Drägert, Präses Nikolaus Schneider und Vizepräses Petra Bosse-Huber bei der Abschlusspressekonferenz.

Vizepräsident Christian Drägert, Präses Nikolaus Schneider und Vizepräses Petra Bosse-Huber bei der Abschlusspressekonferenz.

Man müsse sich fragen, was Kirche einbringen könne: „Klage, Gebet und Hoffnung“, so der Präses. Die Synodalen seien bei vielen Themen mit unterschiedlichen Ausgangspunkten in das Plenum gegangen, hätten lange und ausführlich diskutiert, „Eine Stärke der Synode“, lautete das Fazit des Präses.
Im Hinblick auf die sinkenden Kirchensteuereinnahmen erklärte Christin Drägert, Vizepräsident der rheinischen Kirche: „Wir stehen in einer schweren Situation der Strukturanpassung, es sei denn, die Wirtschaft werde sich in den nächsten Jahren schnell von der Krise erholen.“ Man werde über das Konzentrieren von Aufgaben nachdenken müssen. Das werde „höflich ausgedrückt, starke Diskussionen“ auslösen, ist sich Drägert sicher.

„Man darf bei der kurzfristigen finanziellen Krise nicht die längerfristigen Prognosen aus dem Blick verlieren“, antwortete der Präses auf die Frage, ob jungen Menschen zu einem Theologiestudium zu raten sei. In zehn Jahren gingen viele Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand, erläuterte er. „Wir haben zu wenig Nachwuchs“, führte die Vizepräses der EKiR, Petra Bosse-Huber, aus.

Brillante Arbeitshilfe

Die Arbeitshilfe zum Gespräch zwischen Christen und Muslimen bezeichnete der Präses als brillant formuliert. Es handele sich bei der Arbeitshilfe um ein Papier für die Gemeinden. „Damit wollen wir das Gespräch in den Gemeinden anstoßen“, sagte Schneider.

Bei der Änderung des Besoldungs- und Versorgungsrechts der Pfarrerinnen und Pfarrer handele es sich nicht um eine Gleichordnung von Ehe und eingetragenen Partnerschaften, betonte die Vizepräses, Petra Bosse-Huber. Es handele sich um eine „Frage von Gerechtigkeit in Versorgungsfragen“.

ekir.de/pas / 24.02.2010


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