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Landessynode 2010

Jugendbericht

"Die weltweite Wirtschaftskrise hinterlässt Kindern und Jugendlichen ein schweres Erbe und eine kaum überschaubare Verschuldung." Diese Mahnung kommt aus dem Jugendbericht an die Landessynode 2010. Aufräumen und Abzahlen werde ihre Zukunft sein.

Dabei habe die junge Generation kaum Chancen, jetzt die Weichen zu stellen, "damit Neues und Besseres entstehen kann", heißt es weiter in dem Bericht an die Landessynode. Kritisch wird auch die verschärfte Kinder- und Jugendarmut vermerkt, auch wenn in Deutschland gleichzeitig viele Kinder und Jugendliche gut situiert aufwachsen. "Die Herausforderung besteht darin, für alle annähernd gleiche Lebenschancen zu sichern." Das Aktionsprogramm gegen Kinderarmut "chancenreich" der rheinischen Kirche findet entsprechend positive Erwähnung.

Die rasante Ausweitung von Jugendwelten zu Medienwelten ist ein weiterer Aspekt, dem der Jugendbericht gilt. Problematisiert werden unter anderem Gefahren wie Sucht und soziale Vereinsamung, gewaltverherrlichende Computerspiele und eventuelle mediale Hintergründe von Amok-Läufen an Schulen.

Sorge um Stellen für Hauptamtliche

Keine Entwarnung gibt der Jugendbericht in der Frage der personellen Ausstattung kirchlicher Jugendarbeit. Im Zeitraum 1997 bis 2007 hatte sich die Zahl der Vollzeitkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit halbiert. Und so lautet die Konsequenz: Im Beschlussvorschlag für die Landessynode ist von der Besorgnis über die Zukunft der Hauptberuflichkeit in der Jugendarbeit die Rede. Mit sinkenden professionellen Ressourcen drohe auch ein Rückgang des Ehrenamtes.

Die Kirchengemeinden werden gebeten, heißt es weiter in Drucksache 15, die Instrumente einer Gesamtkonzeption und von Personalpools auf Kirchenkreisebene zur Sicherung evangelischer Jugendarbeit zu nutzen.

ekir.de / neu / 23.02.2010