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Landessynode 2005

Vom "Evangelium im SMS-Format"

"Das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes Licht gesehen" - über diese biblische Verheißung predigte Vizepräses Petra Bosse-Huber im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode 2005 in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr.

Das Himmelreich ist nahe: Petra Bosse-Huber. LupeDas Himmelreich ist nahe: Petra Bosse-Huber.

Diese Verheißung habe sie nicht mehr losgelassen, als sie in den zurückliegenden Tagen am Düseldorfer Flughafen die Notfallseelsorger und die Flughafenseelsorgerin besuchte, die Opfer der Flutkatastrophe begleiteten. Bosse-Huber: "Da saßen sie am Ort und im Schatten des Todes, die Angehörigen und Freunde, die von Maschine zu Maschine tagelang mit wachsender Verzweiflung warteten. Da stiegen sie aus den Flugzeugen, die traumatisierten Kinder, Frauen und Männer, die barfuß und kaum bekleidet zurückkehrten vom Ort des Grauens. Und dann, gleißend und fremd wie ein Blitz, die Verheißung: ,Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.'"

 

 

Den Eröffnungsgottesdienst von oben betrachtet: auf der Empore der Neuenahrer Martin-Luther-Kirche. LupeDen Eröffnungsgottesdienst von oben betrachtet: auf der Empore der Neuenahrer Martin-Luther-Kirche.

Und dann fragte die Seelsorgerin, wer diese Verheißung auf dem Flughafenterminal, in der Intensivstation oder bei der Überführung der Zinksärge laut aussprechen könne, "ohne vor der Wucht dieser Worte selbst erschreckt zurückzutaumeln und ins Stottern zu geraten". So lange das Himmelreich zwar nahe, aber noch nicht da ist, blieben uns seine "zerbrechlichen und vergänglichen Zeichen". Zum Beispiel die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Helfer im Flughafenterminal.

Jesu' erste Predigt, berichtet bei Matthäus 4,12-17, sei "Evangelium im SMS-Format", sagte Bosse-Huber. "Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen", hatte Jesus gesagt, so die Bibelstelle, die die Verheißung vom großen Licht umfasst. Dazu die Vizepräses: "Die drei K der gelungenen Kommunikation: konzentriert, knapp und klar".

 

 

Einzug zu Beginn des Gottesdienstes: Präses Scheider und Vizepräses Bosse-Huber. LupeEinzug zu Beginn des Gottesdienstes: Präses Scheider und Vizepräses Bosse-Huber.

Die Kollekte des Eröffnungsgottesdienstes geht an die Flutopferhilfe der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Genau 3.081,05 Euro kamen dabei zusammen.

 

 

neu; EKiR.de-Fotos: Anna Neumann /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 9. Januar 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Januar 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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