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Landessynode 2005

Sondersynode im Frühsommer 2006

Über die anstehenden Einsparungen im landeskirchlichen Haushalt der Evangelischen Kirche im Rheinland wird im Frühsommer 2006 eine außerordentliche Synode entscheiden. Dies beschloss die Landessynode am Mittwoch abend in Bad Neuenahr nahezu einstimmig.

Zurückgehende Finanzen sind einer der Gründe für die Prioritätendiskussion, die die rheinische Kirche nun anpackt. LupeZurückgehende Finanzen sind einer der Gründe für die Prioritätendiskussion, die die rheinische Kirche nun anpackt.

Nur eine Synodale enthielt sich der Stimme. Zwischen den Jahren 2006 und 2012 sollen mindestens rund zehn Millionen Euro dauerhaft eingespart werden. Dies entspricht rund einem Fünftel des derzeitigen landeskirchlichen Haushalts.

Da die nötigen Einsparungen nicht mehr allein durch Zusammenlegungen und Umstrukturierungen von Arbeitsbereichen erreicht werden können, hatte die Kirchenleitung der Landessynode vorgeschlagen, sich bei der diesjährigen Tagung zunächst über das Verfahren zu verständigen, wie man zu den nötigen Beschlüssen auch über die Aufgabe von Arbeitsgebieten kommt.

„Angesichts der bevorstehenden, gravierenden Einschnitte brauchen wir ein möglichst transparentes Verfahren, damit wir einen möglichst breiten Konsens finden können“, hatte dies Präses Nikolaus Schneider bereits zu Beginn der Synode vor der Presse erklärt.

Seriöse Vorbereitung erforderlich

Der Remscheider Superintendent Martin Dutzmann, der die Beschlussvorlage am Abend im Plenum einbrachte, begründete, warum man die Sparbeschlüsse nicht schon – wie bislang vorgesehen – auf der regulären Synode im Januar 2006 treffen könne: „Die Prioritätendiskussion wird für viele Menschen in unserer Landeskirche schmerzhaft werden. Für solche Entscheidungen brauchen wir eine seriöse Vorbereitung und ausreichend Zeit.“

In der Diskussion fragte ein Abgeordneter, "ob wir es uns ein weiteres Jahr leisten können". Dutzmann sagte, es gehe schließlich um "gravierende Veränderungen". Alle Entscheidungen müssten sowohl mit Blick auf die finanziellen Auswirkungen wie mit Blick auf das eigene Kirchenverständnis überdacht und diskutiert werden.

Ein eigens eingesetzter Strukturausschuss wird bis zum November dieses Jahres entsprechende Vorschläge erarbeiten. Außerdem werden sich zwei neue Arbeitsgruppen mit notwendigen Änderungen in Kirchenordnung und –gesetzen sowie im Dienst- und Arbeitsrecht beschäftigen.

 

 

 

jpi/neu; EKiR.de-Foto: Mathilde Kohl /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 13. Januar 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Januar 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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