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Landessynode 2005

„Vom offenen Himmel erzählen“

In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sind Mission und Evangelisation in den nächsten vier Jahren Schwerpunktthema. „Vom offenen Himmel erzählen“ – so lautet das Motto des Programms, das die Landessynode bei nur einer Enthaltung beschloss.

Die frohe Botschaft der Bibel besser weitersagen: Die rheinische Kirche wird vom "offenen Himmel erzählen". LupeDie frohe Botschaft der Bibel besser weitersagen: Die rheinische Kirche wird vom "offenen Himmel erzählen".

Unter diesem Titel steht auch der Entwurf einer Arbeitshilfe für die Kirchengemeinden und Kirchenkreise. Es gehe darum, ein theologisch begründetes Missionsverständnis sowie eine überzeugende Missionspraxis entwickeln. Beides soll natürlich zu den vielfältigen ökumenischen Kontakten passen. Die Landessynode hat zugleich beschlossen, das Programm auch auszuwerten. Das soll bis 2010 geschehen.

Vorausgegangen ist dem Vier-Jahres-Programm eine Vorbereitung inklusive des so genannten Proponendums „Auf Sendung“. Als stärkste Tendenz ergab diese Befragung der Gemeinden: Mission ist erwünscht. Bereits am Montag hatte Präses Nikolaus Schneider in seinem Präsesbericht die Bedeutung des persönlichen Redens vom Glauben unterstrichen. „Ich will hier nicht einem aufdringlichen ‚Hausieren‘ mit persönlichen Bekehrungserlebnissen das Wort reden oder einer sektiererischen aggressiven Mission. Aber ich will Mut machen, in Gesprächen über Glaubensfragen und in der Verkündigung wieder ‚Ich‘ zu sagen“, so der Präses.

Zum Thema „Auf Sendung“ hatte die Landessynode am Montag außerdem Professor Dr. Michael Herbst, Praktischer Theologe an der Universität Greifswald, gehört. „Missionarisch ist keine bestimmte Methode, sondern heißt alles zu tun, den Menschen das Evangelium zu erschließen“, erklärte der Professor. „Eine missionarische Kirche duldet nicht nur, sie begehrt auch plurale Wege zum Menschen.“ Von unverbindlichen und folgenlosen Eventangeboten der Gemeinden riet er ab. Die Entscheidung für den Glauben geschehe heutzutage nicht mehr kultur-, sondern eher personengestützt.

 

 

Oberkirchenrat Wilfried Neusel LupeOberkirchenrat Wilfried Neusel

Oberkirchenrat Wilfried Neusel sagte bei der Einbringung der Vorlage, dass das Programm natürlich nicht auf vier Jahre begrenzt sei, sondern dass „wir immer wieder neu nach Antworten suchen“, dass dieser Grundauftrag immer Teil des Lebens sei. Dem Thema solle in den kommenden vier Jahren aber eben eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Foto Bibeln: EKiR.de/Mathilde Kohl (ehemals Bestand Evangelische Bibliothek Köln, jetzt Universitäts- und Stadtbibliothek Köln; Foto Neusel: EKiR.de/Ralf Peter Reimann

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 14. Januar 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Januar 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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