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Landessynode 2008

Ermutigen und ermahnen!

Wirtschaften für das Leben – so der Titel der Vorlage der Landessynode zum Thema Globalisierung. „Die Frage ist: Wie wirtschaften wir? Wir wirtschaften für das Leben“, betonte entsprechend Oberkirchenrat Wilfried Neusel in der Pressekonferenz zum Thema.

Pressekonferenz zum Thema "Globalisierung" auf der Landessynode 2008. Pressekonferenz zum Thema "Globalisierung" auf der Landessynode 2008.

Neusel weiter: "Wir wirtschaften für das Leben – im Hören auf unsere Partner." Dieses Hören sei nicht einfach auf Deutschland oder Europa begrenzt, sondern gelte für die ganze ökumenische Gemeinschaft.

Bei der Erarbeitung der Vorlage seien zwei theologische Ansätze maßgeblich gewesen, erläuterte Neusel. Zum einen der eher prophetische Ansatz, der radikal in Frage stelle, ob die bisherige wirtschaftliche Ordnung wirklich dem Leben dienen könne. Zum anderen der vor allem in den nördlichen Kirchen vertretene Ansatz: "Es gibt Gestaltungsspielräume in einem System, das nicht grundsätzlich faul ist", so der Oberkirchenrat. "Die, die wir haben, müssen wir nach den Codices der Menschenrechte besser ausschöpfen."

Dabei sei wichtig: "Der radikal-prophetische Strom in unserer Kirche darf nicht diskriminiert werden", so Neusel weiter. In einer Volkskirche sei er wie "ein Stachel im Fleisch".

Nord-Süd-Spannung

"God is still speaking – Wie wird dieses prophetische Wort Gottes erfahrbar werden?", erinnerte Dr. Mark Burrows von der UCC. "Es geht nicht mehr um eine Ost-West-, sondern um eine Nord-Süd-Spannung", betonte Burrows. Und: "Wir dürfen einander nicht nur ermutigen, sondern wir müssen einander auch ermahnen".

 

 

Referenten zum Thema: Prof. Dr. Konrad Raiser, Oberkirchenrat Wilfried Neusel, Prof. Dr. Mark Burrows, Reverend Petrus Sugito und Pastor Wilfred Diergaardt (v.r.). Referenten zum Thema: Prof. Dr. Konrad Raiser, Oberkirchenrat Wilfried Neusel, Prof. Dr. Mark Burrows, Reverend Petrus Sugito und Pastor Wilfred Diergaardt (v.r.).

Quelle der Hoffnung

"In all unserer Verschiedenheit müssen wir vereint sein, um gemeinsam gegen die negativen Auswirkungen der Globalisierung angehen zu können", betonte auch Reverend Petrus Sugito von der Gereja Kristen JawaTengah Utara (GKJTU) Indonesien. "Unsere Vision als Kirche ist, dass Kirche Quelle der Hoffnung ist."

Auch Pastor Wilfred Nico Diergaardt von der Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) sieht in dem gegenseitigen aufeinander Angewiesen sein eine Chance. Aber: "Die wirtschaftlichen Regeln werden im Norden gemacht – die bestimmen die Regeln für dieses gegenseitige aufeinander Angewiesensein."

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 9. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.