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Landessynode 2006

Rüttgers: Für eine Rückbesinnung auf Werte

Mit persönlichen Wünschen für ein „glückseliges neues Jahr“ verband NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auf der Landessynode seinen Antrittsbesuch in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. LupeNRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Der Beginn des neuen Jahres sei eine Zeit, in der immer mehr Menschen darüber nachdenken, ob eine offene Gesellschaft nicht mehr Orientierung brauche. Das Erbe der Postmoderne zeichne sich durch Beliebigkeit und Relativismus aus, mit dem gerade junge Menschen nicht viel anfangen könnten, so Rüttgers. Notwendig sei eine „Rückbesinnung auf Werte“, für die es auch in der Kirche positive Signale gebe.

„Wir brauchen einen Kompass“, betonte er am Vormittag im Plenum der Synode. Dabei gehe es in erster Linie nicht um Verbote: „Werte sind keine Schranken, sondern Grundlagen.“ Zu wenig werde allerdings ausgesprochen, um welche Werte es gehe. „Menschenwürde ist zu wenig und für den Alltag nicht konkret genug“, unterstrich Rüttgers und hob hervor: „Werte, die unsere Gesellschaft zusammen halten, sind die des jüdisch-christlichen Abendlandes.“

„Ich glaube, dass wir wieder zu Ordnungsprinzipien wie der sozialen Marktwirtschaft zurückkehren müssen,“ so der Ministerpräsident weiter. Es gehe um Prinzipien wie „Freiheit vor Gleichheit“, „Privat vor Staat“, „Erarbeiten vor Verteilen“ und „Sicherheit statt Beliebigkeit“. Die Wiederbelebung der sozialen Marktwirtschaft bedeute aber nicht, alle Lebensbereiche zu ökonomisieren. Die wirtschaftliche Ordnungspolitik müsse durch eine soziale Ordnungspolitik ergänzt werden.

Sozialpolitik stoße jedoch an ihre Grenzen, wenn sie sich nur als klassische Umverteilungspolitik verstehe. Die entscheidende Frage des 21. Jahrhunderts sei die Bildung. Deshalb habe die NRW-Landesregierung im vergangenen Jahr tausend neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt und strebe eine bessere Schulpolitik zusammen mit ihnen an – „die wissen, wie man Schule macht“. 

Außerdem verteidigte der Ministerpräsident die Etatkürzungen im Bereich der offenen Jugendarbeit.

 

 

 

es /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 9. Januar 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 9. Januar 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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