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Landessynode 2009

„Widerstand gegen Gewöhnung an Elend“

Mit der missionarischen Volkskirche beschäftigte sich Oberkirchenrat Wilfried Neusel in seiner Morgenandacht. Die Rahmenbedingungen für eine missionarische Volkskirche scheinen recht günstig zu sein, führte Neusel aus.

Oberkirchenrat Wilfried Neusel hielt die Andacht. LupeOberkirchenrat Wilfried Neusel hielt die Andacht.

In den vergangenen Jahren sei eine Wiederkehr des Religiösen ins öffentliche Leben zu sehen. „Die Talfahrt der Akzeptanz unseres kirchlichen Lebens und Dienstes ist beendet.“ Dennoch bleibe ihm ein Unbehagen, „ob das Wort Gottes nicht immer wieder auch nach Maßgabe und Interesse politischer, wirtschaftlicher und kultureller ,sogenannter` Leistungsträger funktionalisiert wird.“

„Volkskirche zu sein bedeutet nicht nur liebevolle Daseinsvergewisserung und Stabilisierung für die Mühen des Alltags, sondern auch Aufbruch aus Herrschaft, die Gottes Regiment entgegensteht, Widerstand gegen die Gewöhnung an Elend und Ungerechtigkeit, Verlassen vertrauter Lebenszusammenhänge, Aufgabe von Privilegien“, so Neusel.

Im Hinblick auf die kirchlichen Dienste erklärte Neusel: „Wir brauchen alle handwerkliche Professionalität, die uns zu Gebote steht. Aber sie ist nur eine notwendige, keine hinreichende Voraussetzung für den Erfolg unseres kirchlichen Lebens und Dienstes. Aber wir haben den Auftrag, ,lebendig, kräftig und schärfer´ zu sein als der gesellschaftliche Mainstream, wenn wir einzig und allein dem Wort des lebendigen Gottes trauen und unser professionelles Know-How in Erwartung neuer Erfahrungen mit dem lebendigen Gott aufs Spiel setzen.“

 

 

 

ekir.de/pas /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 13. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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