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Landessynode 2009

Kreislauf der Gewalt durchbrechen

Der Dialog und die Verständigung zwischen den Religionen standen im Mittelpunkt der Morgenandacht von Dr. Dirk Chr. Siedler, Vorsitzender des Arbeitskreises Christen und Muslime.

„Gibt es nicht schon genug Feuer auf Erden? Gibt es nicht genug Brandstifter? Es brennen schon zu viele Feuer“, erklärte er in seiner Andacht über Lukas 12, 49-53. Er ahne wie missverständlich der Text sein könnte. Und er frage sich, ob ein Muslim diesen Text womöglich als Aufruf zur Gewalt verstehen könnte. In diesem Vers spiegelten sich jedoch auch die Erfahrungen der ersten Christen, die mit ihrem Leben für ihren Glauben einstehen mussten, führte Siedler aus.

Er sprach über die Lage in Indonesien, wo Christinnen und Christen in der Minderheit sind. In einem solchen Kontext sei der Dialog schwieriger, aber „dringlicher“, so Siedler. Dialogbemühungen auf Java nannte er ermutigend und beispielgebend. „Das kann zeigen, dass die bösen Ahnungen, die Lukas formuliert hat, nicht wahr werden müssen. Dass der Kreislauf der Gewalt durchbrochen werden kann.“

Verständigung und Dialog bedeute nicht, eigene Glaubensinhalte aufzugeben oder über Glaubensfragen wie auf einem Basar zu feilschen, sagte Siedler. „Aber im Dialog können wir nicht nur die uns fremde Tradition besser kennen, sondern auch unsere eigene tiefer begreifen lernen. Es geht darum, Gemeinsamkeiten zu formulieren, um der gesellschaftlichen Verantwortung in unserem Land und in der unserer Welt gerecht zu werden.“

 

 

 

ekir.de/pas /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 15. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


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