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Landessynode 2011

Beschlüsse II: Geschäftsordnung, Seelsorgegeheimnis

Beschlüsse II: Geschäftsordnung, Seelsorgegeheimnis

Beschlüsse II: Geschäftsordnung, Seelsorgegeheimnis

Geschäftsordnung der Landessynode, Gesetz zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses u.v.m: Die Beschlüsse der rheinischen Landessynode vom Donnerstag.

Geschäftsordnung der Landessynode
Zukünftig werden sich die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten bei der Wahl der Kirchenleitung während einer öffentlichen Sitzung vorstellen. Die stimmberechtigten Landessynodalen können sie befragen. An einer Personalaussprache nehmen hingegen nur die stimmberechtigten Mitglieder teil. Diese Änderung ihrer Geschäftsordnung hat die Landessynode 2011 mit zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen beschlossen.

 Seelsorgegeheimnisgesetz übernommen
In der Evangelischen Kirche im Rheinland wird das EKD-Gesetz zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses wirksam werden. Das hat die Landessynode 2011 beschlossen. Das Gesetz stellt Seelsorge als aus dem christlichen Glauben motivierte und im Bewusstsein der Gegenwart Gottes vollzogene Zuwendung unter den Schutz der Kirche. Das Neue steht im Gesetz in Absatz 2 des Paragraphen 3. Demzufolge können über Pfarrerinnen und Pfarrer hinaus von der Kirche auch andere Menschen ehren-, neben- oder hauptamtlich einen Seelsorgeauftrag erhalten und dadurch dann unter den Schutz des Gesetzes gestellt werden.

Wer sich einer Seelsorgerin bzw. einem Seelsorger anvertraut, soll und muss sich auf Verschwiegenheit verlassen können. Dementsprechend heißt es im Gesetz: „Das Beichtgeheimnis ist unverbrüchlich zu wahren.“ Stichworte Zeugnisverweigerungsrecht und Beweiserhebungsverbot: Darum geht es an der Schnittstelle zu staatlichem Recht.

 

ekir.de / pas, neu / 07.07.2011


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