Logo EKiR
Synagoge und Kirche im Dialog. Die Skulptur 'Synagoga and Ecclesia in Our Time' von Joshua Koffman, 2015.

Synagoge und Kirche im Dialog. Die Skulptur "Synagoga and Ecclesia in Our Time" von Joshua Koffman, 2015.

Ökumene

Christen und Juden

Auf diesen Seiten zum christlich-jüdischen Dialog (Adresse: ekir.de/christen-juden) finden sich eine Fülle von Informationen und Materialien sowie Kontakte.

 

Screenshot EKD-Broschüre Antisemitismus

Screenshot EKD-Broschüre Antisemitismus

"Antisemitismus ist Gotteslästerung"

Unter dem Titel "Antisemitismus - Vorurteile, Ausgrenzungen, Projektionen und was wir dagegen tun können"
haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) eine Informationsbroschüre herausgegeben, die über Erscheinungsformen, Hintergründe und Ursachen von Antisemitismus aufklärt. Die evangelische Kirche bekennt ihre Mitschuld an Judenfeindschaft in den vergangenen Jahrhunderten und bezieht Stellung: Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schließen einander aus. „Antisemitismus ist Gotteslästerung“, stellt die Broschüre unmissverständlich klar.

Antisemitismus heute hat viele Gesichter: gewalttätige Übergriffe auf Jüdinnen und Juden, Schändung jüdischer Gräber, die Leugnung und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen gehören ebenso dazu wie Verschwörungstheorien und Hasspropaganda gegen den Staat Israel. Auch in der Kirche gibt es bis heute antijüdische Klischees, wenn zum Beispiel scheinheiliges Verhalten als „pharisäerhaft“ bezeichnet wird oder der biblische Satz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ irreführend als alttestamentliches „Rachegebot“ bezeichnet wird.

Die Broschüre, die in Kirchengemeinden genutzt und verbreitet werden soll, gibt praktische Tipps zum Umgang mit Antisemitismus und Judenfeindschaft. „Der Widerspruch gegen Judenhass ist nicht nur die Sache einiger weniger, sondern eine Verantwortung aller Christen“, betonen die Herausgeber. Erarbeitet wurde das Heft von dem von EKD, UEK und VELKD gemeinsam getragenen Ausschuss „Kirche und Judentum“.

Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden beim Kirchenamt der EKD unter versand@ekd.de. Zur Onlinefassung

 

Zum Reformationsjubiläum 2017

Mit einem "Zwischenruf" meldet sich die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KALK) zu Wort. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 geht es der Konferenz um eine reformatorische Theologie im christlich-jüdischen Dialog, gegliedert in sieben Punkte.
Zum KLAK-Zwischenruf: klak.org/zwischenruf2016.htm

 

Arbeitshilfe zum Israelsonntag 2017

"Alles, was der Ewige geredet hat, wollen wir tun" - dieses Wort aus dem Exodusbuch ist der Titel der Arbeitshilfe zum Israelsonntag 2017. Und damit dreht sich in diesem Jahr das Thema um das einzigartige Bundesverhältnis Gottes mit seinem Volk Israel. Die Arbeitshilfe enthält u.a. Auslegungen, eine Gottesdienstliturgie und eine Predigt, außerdem erstmals einen Bibliolog-Beitrag.

Christlich-jüdischer Dialog in der rheinischen Kirche

Die Erneuerung des Verhältnisses zum Judentum und die Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs gehören zu den grundlegenden Aufgaben der Evangelischen Kirche im Rheinland. In der Kirchenordnung heißt es: Die rheinische Kirche „bezeugt die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält“ und sie "fördert das christlich-jüdische Gespräch". Ihrer Verantwortung für die Gestaltung des christlich-jüdischen Verhältnisses kommt die rheinische Kirche in ihrer theologischen Reflexion, ihrer gottesdienstlichen Praxis, ihrer kirchlichen Erziehung und Bildung sowie in ihrem gesellschaftspolitischen Engagement nach.

Der Erfüllung dieser Aufgabe dienen insbesondere die Synodalbeauftragten für das christlich-jüdische Gespräch in den Kirchenkreisen, der landeskirchliche Ausschuss „Christen und Juden“ sowie die „Landespfarrstelle für christlich-jüdischen Dialog“, die im Team der Ökumene-Abteilung verortet ist.

ekir.de / haa, neu / 08.11.2017