Logo EKiR

Landessynode 2012

Rücklagen für schlechte Zeiten verringert

„Die Schäden aus der finanziellen Beteiligung bei der bbz tun uns wirklich im Herzen weh, aber sie bedrohen uns nicht in unserer Existenz“, erklärte Peter Krolle.

Erklärten die Finanzlage der rheinischen Kirche: (v.l.) Peter Krolle, Gudrun Gotthardt und Dr. Horst Butz.

Erklärten die Finanzlage der rheinischen Kirche: (v.l.) Peter Krolle, Gudrun Gotthardt und Dr. Horst Butz.

Krolle, zurzeit für das Finanzdezernat im Landeskirchenamt zuständig, sprach auf einer Pressekonferenz der Landessynode 2012 über den landeskirchlichen Haushalt. So sei das Eigenkapital der Kirche nicht aufgebraucht, aber natürlich verringere die notwendige Hilfe für die bbz GmbH die Rücklagen für schlechte Zeiten, die die rheinische Kirche gebildet hatte, auf etwa 13 Millionen Euro.

Und Rücklagen für schlechte Zeiten braucht die Evangelische Kirche im Rheinland. Zwar liegen die geschätzten Einnahmen für dieses Jahr mit 567,8 Millionen Euro nur knapp unter den Einnahmen in 2011. Doch langfristig rechnet die rheinische Kirche mit sinkenden Einnahmen, also mit einem steigenden Defizit. „Die langfristige Entwicklung ist zwar schwer zu prognostizieren, aber die demografische Entwicklung trifft uns“, erläutete Dr. Horst Butz, Vorsitzender des ständigen Finanzausschusses. Je weniger steuerzahlende Mitglieder die rheinische Kirche habe, desto weniger Kirchensteuer gebe es, brachte Butz die Entwicklung auf den Punkt. Dem gegenüber gelte es aber hohe auf lange Zeit bestehende Personalkosten zu berücksichtigen.

Insgesamt wird im landeskirchlichen Haushalt mit Ausgaben von etwa 127 Millionen Euro gerechnet. Allerdings lasse sich der Haushalt 2011 und der Haushalt dieses Jahres nicht einfach vergleichen, berichtete Gudrun Gotthardt, stellvertretende Leiterin der Abteilung Finanzen und Vermögen. Sie erinnerte an die von der vergangenen Landessynode beschlossene Umstellung der Haushaltsführung. Das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF) mit seiner kaufmännischen Buchführung sorge für große Transparenz. Um das Defizit auszugleichen, habe eine Aufgabenkritik begonnen. „Dieser Prozess sieht etwa 15 Prozent Einsparungen vor. Ohne das haben wir keine Möglichkeit, von diesem Defizit runterzukommen“, so Gotthardt.

ekir.de/pas / 12.01.2012