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Landessynode 2009

Für gesetzlichen Mindestlohn

Mit großer Mehrheit hat sich die Landessynode 2009 für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ausgesprochen. Dieser sei nötig, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Vollzeit arbeiten, auch von ihrem Einkommen leben könnten.

Und zwar ohne auf Arbeitslosengeld II angewiesen zu sein. Immer mehr Unternehmen verlegten arbeitsintensive und damit teure Produktionsformen in Länder mit deutlich niedrigerem Lohnniveau, so die Landessynode. Damit verliere ein größerer Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – vor allem jene, die gering qualifiziert sind, - die Chance auf eine dauerhafte Arbeit, mit der sie ihre Existenz sichern können.
Der Mindestlohn könne ein Instrument dagegen sein, dass ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung vom erwirtschafteten Wohlstand dauerhaft ausgeschlossen wird. Allerdings sei ein Mindestlohn "nicht die Lösung aller Probleme", unterstrich die Synode. Zu einer grundlegenden Lösung seien weitere Anstrengungen in der Bildungs-, Familien-, Sozial- und Steuerpolitik nötig.

ekir.de/neu / 24.02.2010


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