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Die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft arbeiten im Internationalen Kirchenkonvent zusammen.

Die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft arbeiten im Internationalen Kirchenkonvent zusammen.

Ökumene

Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

Weltweite Ökumene ereignet sich nicht nur auf großen Konferenzen des Weltkirchenrats oder der konfessionellen Weltbünde. Internationale ökumenische Begegnung und Gemeinschaft gibt es auch mitten im Rheinland. Das zeigen besonders die „Gemeinden anderer Sprache und Herkunft“. 

Mehr als die Hälfte der Menschen, die aus aller Welt nach Deutschland kommen und hier sesshaft werden, sind Christinnen und Christen. Sie haben den Wunsch, regelmäßig Gottesdienst in ihrer Sprache zu feiern. Sie wünschen sich, Gemeinde zu erfahren in einer kulturellen Ausprägung, die ihnen vertraut ist. Und sie wünschen sich auch Kontakte zu den christlichen Gemeinden, die sie vor Ort antreffen.

"In der Begegnung zwischen unseren landeskirchlichen Gemeinden einerseits und den Gemeinden anderer Sprache und Herkunft andererseits ereignet sich internationale Ökumene", erklärt Ökumenedezernent Pfarrer Wolfgang Hüllstrung, der zuständig ist für die Kontakte zu den Gemeinden anderer Sprache und Herkunft. "Viele Gemeinden oder Kirchenkreise pflegen ökumenische Partnerschaften zu christlichen Gemeinden in asiatischen und afrikanischen Ländern und kennen die Faszination, die von der Begegnung mit anders geprägtem Christentum ausgeht."

Heutzutage könne man derartige Begegnungen fast überall im Gebiet der rheinischen Landeskirche machen. Denn es gebe hier inzwischen eine fast unüberschaubare Vielfalt asiatisch und afrikanisch geprägter christlicher Gemeinden. Hüllstrung: "Sie sind ein Geschenk für die religiöse Landschaft im Rheinland und sie sind eine Erinnerung daran, dass die Kirche Jesu Christi eine einzige, weltweite Kirche ist."

Ein Geist trotz vieler Sprachen

"Sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." (Apg 2,4) Die Erzählung vom Pfingstwunder respektiert die Vielfalt der Muttersprachen und bezeugt zugleich, dass die sprachliche Vielfalt und die kulturellen Unterschiede kein Hindernis sind für das Wirken des Heiligen Geistes, der die Menschen im Glauben zusammenführt.

Indem die Evangelische Kirche im Rheinland offen und dankbar ist für die Kontakte, Kooperationen und Assoziationen mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft, bekennt sie sich zum globalen Wirken des Heiligen Geistes. Darüber hinaus gibt die Kirche inmitten einer multikulturellen Gesellschaft ein Beispiel für ein friedliches, solidarisches und gemeinschaftsförderndes Miteinander.

Weites kirchliches Spektrum

Im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) gibt es rund 700 Gemeinden anderer Sprache und Herkunft. 130 haben sich im "Internationalen Kirchenkonvent (Rheinland Westfalen)" zusammengeschlossen, einem ökumensichen Netzwerk, das dem Austausch, der Verständigung und der Zusammenarbeit dient.

Die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft decken ein weites konfessionelles Spektrum von Kirchen ab, die aus der Reformation hervorgegangen sind. Viele von ihnen suchen noch Orte und Partner in rheinischen Gemeinden. Der zuständige Ökumenedezernent vermittelt, berät und betreut gastgebende und anderssprachige Gemeinden sowie die Kirchenkreise, er koordiniert die Arbeit des Internationalen Kirchenkonvents und organisiert gemeinsame Fortbildungen.

ekir.de / huellst / 05.09.2017


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