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David Elcott

David Elcott stellt die Gesprächsinitiative in der Landessynode vor.

Landessynode 2016

Initiative für einen Frieden in Israel und Palästina

Mit einer Gesprächsinitiative will die rheinische Kirche weitere Schritte für einen Friedensprozess in Israel und Palästina anregen. Sie erinnert dabei an die völkerrechtlich verbindliche Beschlusslage einer „Zwei-Staaten-Lösung“.

Diese „Zwei-Staaten-Lösung“ hat auch die palästinensische Eigenstaatlichkeit zur Folge. Nur so sei ein nachhaltig wirkender Friedensprozess voranzutreiben, heißt es bei der Evangelischen Kirche im Rheinland. Dazu sucht sie das Gespräch mit der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Politik, den ökumenischen Partnern, Juden und Muslimen in Deutschland sowie jüdischen und palästinensischen Partnern in Israel und Palästina.

Auch wenn es Bedenken gegen eine Zwei-Staaten-Lösung auf breiter Basis gebe und „angesichts der durch die Erfolglosigkeit bisheriger Verhandlungen und eine seit nunmehr fast 50 Jahren andauernde Siedlungspolitik entstandenen Realität“ die Umsetzbarkeit in von vielen in Frage gestellt wird, zeichneten sich bisher keine tragfähigen Alternativen ab, heißt es zur Begründung der Gesprächsinitiative, die die Landessynode heute beschloss. „Die Evangelische Kirche im Rheinland ist davon überzeugt, dass die Differenzierung zwischen israelischem und palästinensischem Staatsgebiet nicht zuletzt auch für Israels Zukunft als ,jüdischer Staat’ (d. h. als Demokratie mit einer jüdischen Mehrheit und mit Schutz von Minderheiten) unerlässlich ist“, sagt die Landessynode weiter.

David Elcott: Resolution ist kein Selbstzweck, sondern ist erst ein Anfang

Die Kirchenleitung hatte Dr. David Elcott, Professor of Practice in Public Service and Leadership an der New York University, gebeten, der Landessynode die Gesprächsinitiative vorzustellen. „Was Sie, hohe Synode, als Thema auf Ihre Tagesordnung gesetzt haben und weshalb ich heute hier bei Ihnen bin, ist eine außergewöhnliche Herausforderung: Ein Ringen um das Gedenken, ein Kampf um das ,Niemals wieder!’“, sagte Elcott in seiner Ansprache.

Die rheinische Kirche wie auch die Gesellschaft in Deutschland stehe fest in der „Solidarität für den Israel und seine Bedeutung als eine Heimstatt des jüdischen Volkes“, erklärte Elcott. Gleichermaßen stünde die rheinische Kirche für das Recht eines palästinensischen Staates ein, „als einer Heimstätte für das palästinensische Volk.“

„Ihre Resolution ist kein Selbstzweck, sondern ist erst ein Anfang und noch nicht das Ziel. Ich möchte Sie aber ausdrücklich ermutigen, ziehen Sie los, predigen Sie, unterrichten Sie, unterstützen Sie die friedlichen, demokratischen Bemühungen von Israelis und Palästinensern“, sagte Elcott zum Schluss seiner Rede vor der Landessynode.

ekir.de / wb / Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 14.01.2016


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