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Vizepräsident Christian Drägert, Präses Nikolaus Schneider, Vizepäses Petra Bosse-Huber und der designierte Präses Manfred Rekowski.

Vizepräsident Christian Drägert, Präses Nikolaus Schneider, Vizepäses Petra Bosse-Huber und der designierte Präses Manfred Rekowski.

Landessynode 2013

"Gott redet, Gott wirkt und Gott heilt"

"Kontinuität, wo möglich, und Wandel, wo nötig", so beschrieb der neue Präses der rheinischen Kirche die Zukunft der Kirche in einem Wort an die Synodalen zum Abschluss der rheinischen Landessynode.

Mit Dank für die "intensive Gemeinschaft" in der Synode hat sich Präses Nikolaus Schneider verabschiedet. Die Kirche sei ein wanderndes Gottesvolk und nun wolle er es denen überlassen, die weiter unterwegs sein werden.

Der designierte Präses Manfred Rekowski dankte ihm. Er habe das Profil der evangelischen Kirche geschärft und sei ein "Sympathieträger unserer Kirche" gewesen. Vizepräses Petra Bosse -Huber dankte er für ihre uneingeschränkte Loyalität. Rekowski will mit ihr gemeinsam ein neues Kapitel der Leitung dieser Kirche aufschlagen.

Auch dem amtierenden Vizpräsidenten Christian Drägert, der ebenso wie Präses Schneider am 3. März aus Altersgründen aus dem Dienst verabschiedet werden wird, zollte Rekowski Dank. Drägert habe die Rolle eines "kirchenpolitischen Außenministers" wahrgenommen, habe mit diplomatischem und politischem Geschick u.a. die Umwandlung der EKU in die UEK vorangebracht.

Oberkirchenrat Georg Immel dankte er – trotz der noch unabgeschlossenen Situation – für sein kirchenleitendes Wirken, konkret für die Beendigung einer vorherigen „Unkultur des Misstrauens“ und hoher Intransparenz. „Durch Deine Amtsführung ist dies in kürzester Zeit beseitigt worden.“

Gegenüber der Synode, der er erstmals in einem Jahr bei der nächsten Tagung vorsitzen wird, entschuldigte sich Rekowski als gewählter erster Sprecher für Zumutungen während der diesjährigen Tagung. "Der Montagnachmittag war in großen Teilen eine Zumutung für Sie. Manches, was gesagt wurde, und vieles, was nicht gesagt wurde, war ein Desaster."

Die Landessynode sei auch als "solidarische Schuldgemeinschaft" versammelt, bleibe dies auch, wenn sich Wege trennen, sagte der künftige Präses, der am 3. März eingeführt werden wird. Dagegen gab Rekowski den Synodalen mit auf den Nachhauseweg: "Gott redet, Gott wirkt und Gott heilt."
Die Ansprache als Video-Mitschnitt
Die Ansprache schriftlich dokumentiert

Inklusion, Religionsfreiheit, bbz-Krise

"Inklusion ist Kernanliegen des Evangeliums", so Präses Nikolaus Schneider in der Abschlusspressekonferenz der rheinischen Landessynode. Denn Gott der Herr ist Schöpfer aller Menschen, erklärte der Präses der rheinischen Kirche weiter zum Haupthema Inklusion. Vizepräses Petra Bosse-Huber fügte hinzu, dass die Landessynode zum Thema Inklusion intensiv gearbeitet und auch die Erfahrungswelten von Menschen mit Behinderung hineingenommen hat.

Das zweite große Thema der Landessynode war die Religionsfreiheit. Dazu  betonte die Landessynode besonders die weltweite Dimension der Religionsfreiheit. Mit der Broschüre "Religionsfreiheit gestalten" gibt die Landessynode den Gemeinden eine "Alphabetisierungshilfe" an die Hand, unterstrich Vizepräses Bosse-Huber. "Religionsfreiheit ist ein hautnahes Thema", sagte sie. Minarettbau in einer Gemeinde und Fragen nach muslimischen Religionsunterrricht nannte sie als Beispiele, die viele Gemeinden betreffen.

Die bbz-Krise habe sich wie Teer über die Landessynode gelegt, sagte der neu gewählte künftige Präses Manfred Rekowski. Zugleich sprach er von Klärungen bezüglich der bbz-Krise, das sei ein Zeichen der Reife der Landessynode. Die Diskussion um die bbz-Vorgänge "hängt mir noch in den Knochen", gestand die Vizepräses. Rekowski sprach von "desaströsen Phasen" durch die bbz-Krise. Doch sei es im Laufe der Woche zu Klärungen gekommen. "Wir bleiben zusammen und bringen das Evangelium unter die Menschen."

Kirche als Talentschuppen

Die vielen guten Vorstellungen bei den Kirchenleitungswahlen haben gezeigt, dass die Kirche ein "Talentschuppen" ist, so Rekowski. Die Landessynode hat die "Erwartung und das Zutrauen", dass die neue Kirchenleitung die "Baustellen" in der rheinischen Kirche anpackt, so Rekowski.

Laut Vizepräsident Christian Drägert hat die Landessynode gleich mehrere Beschlüsse zur Zukunftssicherung gefasst - zur Verwaltungs- und IT-Struktur sowie zum Neuen Kirchlichen Finanzwesen (NKF). Kirche dürfe nicht immer nur vom Sparen reden, sagte Bosse-Huber. Nur "Abschmelzen macht krank", betonte sie. Die Landessynode wolle geistlich arbeiten. Es gelte, zu sparen, aber auch zu gestalten.

ekir:de / neu, pas / 11.01.2013


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