Logo EKiR
Landessynode: Religionsunterricht

Für einen konfessionellen Unterricht

Religionsunterricht muss konfessionell sein: Die Landessynode verabschiedete ein Positionspapier

Position für den Reli-Unterricht: Die Landessynode bezog Stellung. Position für den Reli-Unterricht: Die Landessynode bezog Stellung.

Evangelischer Religionsunterricht trägt zur Bildung und religiösen Bindung von Schülerinnen und Schülern bei. Weil es das Christentum nur in konfessioneller Ausprägung gebe, müsse evangelischer Religionsunterricht konfessionell sein. Das hält das Positionspapier zum Religionsunterricht fest, das die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) beschlossen hat. Konfessionell - das bedeutet dem Papier zufolge: Glaubensinhalt und -leben gehören zusammen. Der Religionsunterricht ermöglicht die persönliche Glaubensentscheidung, führt zum eigenen Glauben und religiöser Praxis. Darüber hinaus bleibe er offen für den interkonfessionellen und interreligiösen Dialog.

Weiter wird in dem Papier ausgeführt, dass evangelischer Religionsunterricht zum Bildungskanon der Schule gehört und ordentliches Lehrfach sein muss. Der Unterricht trage zur religiösen und auch zur allgemeinen Bildung bei. Außerdem leiste evangelischer Religionsunterricht einen "Beitrag zur religiösen Alphabetisierung", heißt es in acht "Argumenten für Evangelischen Religionsunterricht".

Anlass des Positionspapiers ist die veränderte Situation des Religionsunterrichts. Die Schülerschaft habe sich merklich verändert. Der Anteil muslimischer und konfessionsloser Schülerinnen und Schüler ist gestiegen. Schulen sind nicht mehr konfessionell mitgeprägt. Und: Viele Schülerinnen und Schüler bringen keine religiöse Erziehung aus Familie oder Gemeinde mehr mit. Schließlich, so die Analyse des Positionspapiers, hat es der Religionsunterricht gegenüber den Haupt- und Kernfächern schwer. "Er gilt als Nebenfach."

Andererseits: Religionsunterricht gehört auf den Stundenplan. Rund 85 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wollen, dass in der Schule auch Themen behandelt werden, die sich mit den Grundwerten und dem Sinn des Lebens beschäftigen. Das zeigt die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Auftrag gegebene Umfrage des Emnid-Instituts zum Religions- und Ethikunterricht. Das Ergebnis gilt auch für die EKiR. Dort plädieren 84 Prozent dafür, Grundwerte und Lebenssinn in der Schule zu thematisieren.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 11. Januar 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 8. Oktober 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 


Bild Dossiermarke