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Landessynode 2011

Ministerpräsident: Angemessen finanzieren

Landessynode 2011: Ministerpräsident Kurt Beck

Landessynode 2011: Ministerpräsident Kurt Beck

Wer die Arbeit der Kirchen wolle, müsse auch für einen angemessenen finanziellen Anteil zur Bezahlung dieser Arbeit sorgen, sonst drohe Mängelverwaltung, erklärte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck in seinem Grußwort vor den Synodalen.

 

Der Staat sei nicht neutral, sondern wertegebunden. „Und ein großer Teil dieser Werte sind christlicher Überzeugung“, betonte der Ministerpräsident. Er erinnerte an die diakonische Arbeit und das schulische Engagement der rheinischen Kirche. „Das ist wichtig, damit Menschen die Möglichkeit der Entscheidung haben. Denn wer keine Orientierung hat, kann sich auch nicht neu orientieren.“

 

In der Frage nach der wirtschaftlichen, finanz- und gesellschaftspolitischen Orientierung sei eine Diskussion überfällig. Beck kam auf die Finanz- und Wirtschaftskrise zu sprechen. Während der Krise hätten alle überlegt, was besser zu machen sei, damit so etwas nicht wieder passiere. Doch „die guten Vorhaben, die es gab, sind schon wieder vergessen“.

 

Im Hinblick auf die Diskussion um Hartz IV erklärte er, „das ist eine technische Diskussion, da droht vergessen zu gehen, dass es um Menschen geht und deren Teilhabe am Leben“. Dass Menschen vom Lohn ihrer Arbeit leben können müssten, nannte er eine „Kernfrage von Gerechtigkeit“, die auch zur Stabilität der Gesellschaft nötig sei.

 

 

 

 

Landessynode 2011: Ministerpräsident Kurt Beck und Präses Nikolaus Schneider

Der Ministerpräsident lobte die Vielfalt in der rheinischen Kirche. Sie sei einerseits ein Spiegel der Gesellschaft und auf der anderen Seite der „Extrakt der Wahrnehmung von Verantwortung“. Für ihn stimme die Gleichung „viel Freiheit gleich viel Verantwortung“ und das nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch bei der Einstellung der Gesellschaft.

„Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie dieser Diskussion nicht ausweichen“, sagte er. „Sie helfen damit bei einer Orientierung, die die Dinge wieder vom Kopf auf die Füße stellt, bei einer Orientierung für die Zukunft“.

ekir.de/pas / 07.07.2011


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